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Lokales THEMA DER WOCHE
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18:02 13.07.2012

Man mag das für bedauerlich halten, und viele Wissenschaftler sind sich immer noch zu schade, um sich daran zu beteiligen. Doch die Förderlogik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und anderer großer Drittmittelgeber lässt sich derzeit nicht so einfach ändern, und so müssen auch die beiden mittelhessischen Universitäten Marburg und Gießen versuchen, das Beste daraus zu machen. Und dabei haben die Leitungen beider Universitäten entdeckt, dass es sich vereint besser kämpfen lässt als getrennt. Die neue Gemeinsamkeit, die sich jetzt auch in einer strategischen Koopera­tions-Allianz niedergeschlagen hat, schweißt gezwungenermaßen die Erzrivalen von einst zusammen. Aber vielleicht ist das auch ganz gut so und könnte für ein engeres Zusammenrücken beider nur 30 Kilometer voneinander entfernten Universitätsstädte sorgen. Die neue Partnerschaft wird auch dadurch gefördert, dass eine Zwangsfusion durch die hessische Landesregierung auf absehbare Zeit nicht zu drohen scheint. Die Beziehung der beiden Unis Gießen und Marburg wird trotzdem nicht so schnell in eine Liebesheirat münden. Dazu gab es in der Vergangenheit dann doch zu viele Grabenkämpfe, Aber es entwickelt sich mittlerweile ein auf gegenseitiger Wertschätzung Respekt zwischen beiden Hochschulen. Und das ist überlebenswichtig für beide Universitäten und Uni-Städte.

von Manfred Hitzeroth