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Rechenkünste sind gefragt

Rechenkünste sind gefragt

Wie tief steckt die Marburger Universität in den Miesen?

Diese Frage ist nicht so leicht zu beantworten, wie man zunächst denken könnte. Die Bandbreite der Antworten differiert um mehr als 20 Millionen Euro. So ist im Jahresbericht 2011 eine Summe von 29,4 Millionen Euro als „kaufmännisches Defizit“ ausgewiesen. Im Uni-Senat sagte der Marburger Uni-Kanzler Dr. Friedhelm Nonne, dass das eigentliche Minus aber nur aus dem „strukturellen Defizit“ von rund sieben Millionen Euro besteht. Alles klar? Eher nicht, und deswegen darf jetzt im Auftrag des Wissenschaftsministeriums und der Uni-Leitung eine externe Beratungsfirma noch einmal genau rechnen, wie schlecht es wirklich um die finanzielle Lage der Philipps-Universität bestellt ist. Dass es zu diesem Auftrag kam, darf man getrost als ordentliche Ohrfreige aus Wiesbaden für die Marburger Uni-Leitung interpretieren, die diesem Arrangement wohl nur notgedrungen zugestimmt hat. Denn die Botschaft lautet, dass die Uni-Oberen ihren Laden nicht richtig im Griff haben und Nachhilfe benötigen.

von Manfred Hitzeroth

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