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Opferbetreuung sieht anders aus

Opferbetreuung sieht anders aus

Sie haben anderthalb Jahre darauf gewartet und gehofft, dass eine vom Bistum eingesetzte Kommission ihnen nachträglich zu ihrem Recht verhilft.

Die Kommission hat beide Frauen als Opfer anerkannt. Eigentlich hätte nunmehr von alleine alles seinen geordneten Gang gehen müssen. In erster Linie wäre jetzt das Bistum, dass damals wie heute über alles informiert war, handeln müssen. Gut, es gab eine großzügige Spende an Vereine, die Missbrauchsopfern wirklich helfen. Doch um die Betroffenen hat sich das Bistum als Institution nicht gekümmert. Diese Aufgabe delegierten die Verantwortlichen komplett an den jetzigen Schulleiter. Im Jahr 2010, als die Missbrauchsfälle der katholischen Kirche Schlagzeilen machte, gab es feste Zusagen, wie Opferbetreuung aussehen sollte. Von intensiver Begleitung war die Rede, auch beim Bistum Fulda! Doch was im Falle dieser beiden Schülerinnen geschehen ist, war das Gegenteil davon. Diese Missachtung hat weitere Wunden bei den Betroffenen geschlagen, die sicherlich nicht so schnell heilen werden.

von Michael Rinde

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