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Nägel mit Köpfen wollte man machen

Standpunkt Nägel mit Köpfen wollte man machen

Vor fast genau 17 Jahren, im April 1995, schien es so, als werde nun auch in Gladenbach der Zugang zur großen weiten Welt geebnet. Denn es gab Anzeichen dafür, dass dem Volkssport Nummer eins bald rund um den Blankenstein großzügig Fläche geboten würde.

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Die Rede ist vom Golf. Nicht etwa vom Fahren des gleichnamigen Automobils. Es ging auch nicht um die niedere Erscheinungsform, das eher biedere Mini-Golf-Spiel, sondern das elegante Golfen mit weitem Schwung auf sattem Grün. Nägel mit Köpfen wollte man machen. Standorte für einen Golfplatz und ein Hotel wurden untersucht. Unsereiner freute sich schon, endlich die eigenen Schlägerbatterien mal in heimischen Gefilden testen zu könnten. Wo doch die Luft im Hinterland so gesund ist!  Jene, die diesen feinen Sport noch nicht beherrschten, konnten sich damit trösten, vielleicht einmal zuzuschauen, wenn etwa Kaiser Franz (Beckenbauer) oder andere Persönlichkeiten das Gladenbacher Areal mit seinen Grüns und Sandkuhlen begehen. Doch die Stimmung schlug um: Die Mehrheit in der Gladenbacher Parteiendemokratie hielt nichts von der Sportart. Das sei nur was für Reiche. Golf passe nicht nach Gladenbach, nörgelte mancher Politiker und Stammtischbruder.  Und so atmete man auf, als bei den Untersuchungen endlich ein Grund gefunden war, der gegen einen Golfplatz sprach. Bemühungen, Lösungen zu finden, gab‘s längst nicht mehr. So tragen die Golfer ihr Geld woanders hin, und die Gladenbacher jammern weiter über ihre leeren Kassen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann jammern sie noch heute.

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