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Konzepte gibt‘s, klare Ansage fehlt

THEMA DER WOCHE Konzepte gibt‘s, klare Ansage fehlt

Die Vorschläge reichen von Studierendenappartements im Seniorenheim bis hin zu Alten-WGs in der Innenstadt: Für die Zukunft der städtischen Tochtergesellschaft Marburger Altenhilfe gibt es inzwischen viele Ideen und Konzepte.

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Politisches Bla-Bla

Marburg. Die Experten des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) haben der Stadt einige Wege aufgezeigt. Damit kann die rot-grüne Koalition nun nicht mehr auf fehlenden Sachverständigen-Rat verweisen. Sie muss sich nun für einen Weg entscheiden. Doch SPD und Grüne haben sich bislang nicht auf eine gemeinsame Richtung verständigen können. Man spielt auf Zeit: Jetzt sei doch erst einmal das Heim in Cölbe eröffnet worden, jetzt müsse man Rückschlüsse aus dem KDA-Gutachten ziehen. Nächste Woche wird bekannt gegeben, ob Dezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD)- als Stadträtin in Teilzeit - weiterhin für den Fachbereich Soziales und damit die Altenplanung verantwortlich sein wird. Bisher hat ihr der Koalitionspartner in diesem Gebiet kein gutes Zeugnis ausgestellt. Vielleicht könnte Oberbürgermeister Egon Vaupel als Sozialdezernent einen Neuanfang in Sachen Altenpolitik starten? Er hatte übrigens bereits vor drei Jahren die Idee, Studentenwohnungen im Altenheim unterzubringen.

Fakt ist: In Marburg fehlt es in den Stadtteilen an innovativen ambulanten Wohnformen und Diensten für alte Menschen, sagen Experten. Es gibt also viel zu tun. Angesichts des demographischen Wandels drängt die Zeit. Statt über Ideen zu diskutieren, muss jetzt der Magistrat und die Koalition Handlungswege aufzeigen. Sonst schließen private Träger diese Lücke schneller.

von Anna Ntemiris

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