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Genauigkeit vor Schnelligkeit

Standpunkt Genauigkeit vor Schnelligkeit

Politiker wären völlig fehl am Platz, wären ihnen Erfolgsdenken und Ehrgeiz fremd. So ist es überhaupt nicht verwerflich, wenn sie bei bestimmten Vorhaben einmal richtig auf die Tube drücken - erst Recht nicht, wenn es darum geht, die unendliche Geschichte um die schon vor mehr als 90 Jahren (!) ersonnene Autobahn 49 zu einem guten Ende zu bringen.

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Dieter Posch hat’s getan und auf den allerletzten Drücker geschafft: An seinem letzten Arbeitstag als hessischer Wirtschafts- und Verkehrsminister unterzeichnete er den Planfeststellungsbeschluss für den letzten Bauabschnitt der A 49. Dieses Baurecht wird einen Ehrenpatz in der politischen Trophäensammlung des Nordhessen finden. Aber um welchen Preis? Der ministerielle Ehrgeiz machte die Planung zu einer Hetzjagd, die eine Untersuchung der Folgen, die der Autobahn-Bau für das Trinkwassergewinnungsgebiet aus zeitlichen Gründen nicht erlaubte. Gerade wenn es um das Wasser geht, das wir alle trinken, ist Genauigkeit viel wichtiger als Schnelligkeit; und auch als Ruhm und Ehre eines Ministers.

von Matthias Mayer

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Ostkreis
Reiner Nau zeigt in seinem Archiv eine Karte mit den blau markierten Trinkwasser-Schutzzonen 2 bei Stadtallendorf.

Das vom Zweckverband Mittelhessische Wasserwerke (ZMW) im Raum Stadtallendorf gewonnene Trinkwasser genießt einen ausgezeichneten Ruf. Für Reiner Nau steht dieser mit dem Weiterbau der Autobahn 49 auf dem Spiel.

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