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Ein falsches Signal

Landtagswahl Ein falsches Signal

Nun stehen die vermutlichen Hauptkontrahenten um die beiden heimischen Direktmandate bei der Landtagswahl fest. Auffällig, dass den beiden etablierten Berufspolitikern Thomas Spies (SPD) im einen Wahlkreis und Thomas Schäfer (CDU) im anderen jeweils Frauen gegenüber stehen, die sich als bewussten Gegenentwurf zum Polit-Profi präsentieren.

Marburg. Das könnte durchaus für Wähler attraktiv sein. Nun werden es Angelika Löber (SPD) und Rosemarie Lecher (CDU) aber allein schon deshalb schwerer haben als der langjährige Abgeordnete Spies und Finanzminister Schäfer, weil sie längst nicht so bekannt sind.

Eine Partei, die mit solchen Kandidatinnen Erfolg haben will, müsste folglich bestrebt sein, ihnen eine möglichst breite Rückendeckung zu geben. Während SPD-Kandidatin Löber sich noch gegen zwei Mitbewerber durchsetzen musste und damit das 54-Prozent-Votum erklärbar ist, verpassten es die CDU-Delegierten am Samstag, Rosemarie Lecher einen besseren Start zu ermöglichen. Fast ein Drittel Neinstimmen bei nur einer Kandidatin, das kann man kaum schönreden, wenn man weiß, dass in solchen Fällen eher Ergebnisse über 90 Prozent üblich sind.

Sicher, ein Fehlstart vermasselt noch nicht den Sieg, und letztlich entscheiden die Wähler. Die Chancen verbessert es aber nicht, das Rennpferd noch am Zügel herumzuführen, wenn schon der Startschuss gefallen ist.

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