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Der Widerstand trägt Früchte

Thema der Woche Der Widerstand trägt Früchte

Selten hat es eine dermaßen rasante Dynamik im Ringen um eine politische Entscheidung gegeben wie diese Woche in Sachen Universitätsklinikum.

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Wenn der Magistrat der Stadt Marburg die Rücknahme der Privatisierung aus dem Jahr 2006 fordert, wenn die Kliniksdirektoren in Gießen und Marburg fordern, die Rückführung der Privatisierung „sehr ernsthaft zu prüfen“, wenn das Stadtparlament einstimmig den Stellanabbau verdammt und Personalmindeststandards verlangt und dann mehrheitlich ebenfalls zu dem Ergebnis kommt, dass die Privatisierung zurückgeführt werden muss: dann ist Feuer unter dem Dach des Rhön-Konzerns wie auch der Landesregierung. Eines steht schon jetzt fest: Rhön-Konzern wie Landesregierung sind mit ihren bisherigen Lösungsstrategien in dem Dauerkonflikt – von Einschüchterungen über Nicht-Zuständigerklären bis zum Totschweigen – grandios gescheitert. Rhön wird nicht mehr beliebig Arbeit verdichten dürfen oder Stellenabbau betreiben. Die Regierung Bouffier muss einsehen, dass sie direkt Verantwortung trägt für die Zukunft der Krankenversorgung und der Hochschulmedizin in Mittelhessen. Der mutige Widerstand von Beschäftigten und anderen Betroffenen hat dazu geführt, dass eine ganze Region beginnt aufzustehen gegen die langsame Ausblutung des Universitätsklinikums. Das ist, egal wie die Geschichte endet, schon jetzt ein riesiger Erfolg und ein großes öffentliches Verdienst. 

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