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Zweite Wahl

Einwurf Zweite Wahl

Österreich, Saudi-Arabien - und dann Mexiko? Vieles deutet darauf hin, dass Manuel Neuer nach nur zwei Testspielen als Nummer 1 zur WM fahren wird. Dabei sind die Risiken viel größer als die Chancen.

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Eiskalt abserviert

Marburg. Dreimal Bundesliga und einmal Champions League - mehr Einsätze kann der Weltmeister in dieser Saison nicht vorweisen. Joachim Löw hat sich keinen Gefallen damit getan, Neuer die Tür so lange offen zu halten. Eine frühere Entscheidung wäre für alle Beteiligten besser gewesen. Wohlgemerkt: eine klare Entscheidung pro Marc-André ter Stegen. So stehen sowohl Löw als auch Neuer unter einem riesigen Druck. Der 32-Jährige muss überragend halten und darf sich keinen Patzer erlauben. Beim kleinsten Fehler - es müssen nicht einmal Loris-Karius-Böcke sein - werden die Kritiker auf den Plan treten und zu Recht anmerken: „Wir haben es doch gesagt.“ Auch für ter Stegen ist die Situation nicht angenehm. Die faktische Degradierung vom WM-Stammkeeper zum Ersatzmann schwächt die Position des Torwarts, der in dieser Saison 48 Mal in Pflichtspielen den Kasten des FC Barcelona hütete. Sollte Neuer also kurz vor der WM oder - noch schlimmer - während der WM doch passen müssen, im DFB-Tor stünde dann nur noch die zweite Wahl. Und ter Stegen würde dann ebenfalls besonders kritisch beäugt. Dieses hausgemachte Problem hätte sich Löw besser erspart.

von Holger Schmidt

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