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Schön gescheitert

Fußball Schön gescheitert

Jahrelang versuchte sich die SpVgg Greuther Fürth angestrengt und bierernst am Aufstieg. Geklappt hat es in dieser Saison - die die Kleeblätter ironisch zur "Unaufsteigbar-Tour" ausriefen.

Marburg. Dieser Misserfolg war mit Sicherheit der schönste der Vereinsgeschichte. Die SpVgg Greuther Fürth ist bei ihrer „Unaufsteigbar“-Tour kläglich gescheitert und hat das ausgegebene Saisonziel Nichtaufstieg schon drei Spieltage vor Schluss klar verfehlt. Glückwunsch dazu!

Alle angestrengten Versuche, das Image des ständig am Aufstieg scheiternden ewigen Zweitligisten abzulegen, waren seit 2001 gescheitert. Es ging sogar so weit, dass böse Zungen den Fürthern unterstellten, gar nicht aufsteigen zu wollen. Erst in diesem Jahr, als sich die Franken selbst aufs Korn nahmen, verwirklichten sie ihren Traum.

„Nie mehr zweite Liga“ sangen Fans, Spieler und Verantwortliche die ganze Nacht durch. Wohl wissend, dass der strukturschwächste Erstligist der kommenden Saison als erster Abstiegskandidat gehandelt werden wird. Den Fürthern wird‘s egal sein: Das Derby gegen Nürnberg und Spiele gegen den Deutschen Meister Borussia Dortmund gibt es für sie nicht mehr nur als Highlights im DFB-Pokal, sondern in der Liga. Zumindest für eine Saison leben die Kleeblätter ihren Traum.

von Holger Schmidt

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