Volltextsuche über das Angebot:

16 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Raus aus dem Fußball-Labor!

Einwurf Raus aus dem Fußball-Labor!

Was für ein Debakel! Sechs deutsche Mannschaften waren in dieser Woche im internationalen Einsatz. Alle sechs Mannschaften mussten Niederlagen hinnehmen.

Voriger Artikel
Der Nächste, bitte!
Nächster Artikel
Mentalitätsmonster

Marburg. Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl verlor daraufhin nur die Fassung, Bayerns Carlo Ancelotti sogar den Job. Immerhin ist es in der Champions League keine Schande, wie München in Paris oder wie Dortmund gegen Real Madrid den Kürzeren zu ziehen. Auch bei den Routiniers von Besiktas kann ein Neuling wie Leipzig schon einmal das Nervenflattern bekommen. Und bei der aktuellen Form der Kölner ist es keine Überraschung, dass Roter Stern Belgrad ein Tor besser ist. Aber Östersund und Rasgrad? Da müssen sich Hertha und Hoffenheim unangenehme Fragen gefallen lassen. Überhaupt ist der Europapokal eine Einstellungssache, wenn es nicht gerade gegen die Star-Ensembles des Kontinents geht. Manchmal wird mit harten Bandagen gekämpft, verbissen und ­dreckig. Genau das geht dem deutschen Reißbrett-Fußball derzeit ab. Wenn die Ränge im Stadion einem Event-Publikum bereitet werden, das Stimmung mit dem freundlichen Beklatschen eines Tores gleichsetzt, ist es aber auch kein Wunder, dass die Leipziger von einer Atmosphäre wie in Istanbul eingeschüchtert werden. Ein bisschen weniger VIP-Logen und mehr Fan-Nähe wäre also nicht nur für Fußball-Romantiker schön, sondern auch für internationale Erfolge wichtig. Laborbedingungen sind vielleicht in der Bundesliga möglich, nicht aber im Europapokal.

von Holger Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Einwurf