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Platz 15 muss das Ziel sein

Einwurf Platz 15 muss das Ziel sein

Es wird eng für die Frankfurter Eintracht. Zwar stehen noch drei Teams hinter Armin Vehs Mannen. Ein Ruhekissen ist das knappe Punktepolster der Adler allerdings nicht.

Marburg. Es mag sein, dass Braunschweig über eine gesamte Saison nicht bundesligatauglich ist und nach 34 Spieltagen hinter der Eintracht stehen wird. Aber Nürnberg und Freiburg? Der FCN hat zwar noch keinen Sieg geholt, aber auch erst sechsmal verloren. Sollten die Remiskönige ihren ersten Saisonsieg landen, könnte es eine Art Initialzündung sein. Freiburg hatte viel Verletzungspech und brauchte außerdem Zeit, den großen Umbau des Kaders hinzubekommen. Bei den Breisgauern ist ungeachtet des Spiels gegen Wolfsburg ein Aufwärtstrend erkennbar. Dieses Quartett scheint Absteiger unter sich auszumachen, wenngleich Werder Bremen nach dem 0:7-Debakel gegen die Bayern auch „Ansprüche“ angemeldet hat.

Immerhin: Bei der Eintracht sollten alle begriffen haben, dass es in dieser Saison nur um den Klassenerhalt geht. Das könnte der entscheidende Vorteil gegenüber dem Abstiegsjahr sein: Damals schielten die Frankfurter als Siebter der Hinrunde insgeheim auf den Europapokal. Das böse Erwachen folgte, die Mannschaft wirkte mehr und mehr geschockt und gelähmt. Jetzt spielt die Eintracht in der Europa League - und hat etwas mehr als eine gesamte Rückrunde Zeit, sich in der Bundesliga der Realität Abstiegskampf zu stellen. Eigentlich ist der Kader zu gut, um abzusteigen. Aber in der Vorsaison war er eigentlich auch nicht gut genug, um Sechster zu werden. Was zeigt: Es gibt in der Bundesliga keine Selbstverständlichkeiten. Wenn die Eintracht das verinnerlicht und entsprechend auftritt, landet sie am Ende mindestens auf Platz 15. Damit sollten dann auch die Fans nach dieser Saison zufrieden sein.

von Holger Schmidt

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