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Niersbach ist gefordert

Fußball-Kommentar Niersbach ist gefordert

Der Wechsel an der DFB-Spitze ist vollzogen.

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Nach dem eher reaktionären Gerhard Mayer-Vorfelder und dem etwas emotionaler wirkenden, aber selbstverliebten Einzelgänger Theo Zwanziger steht nun Wolfgang Niersbach an der Spitze.Er scheint sein Amt eher mit einer gewissen Leichtigkeit anzugehen, gilt als fröhlicher und lockerer Typ. Dies wirkt sympathisch. Doch steht er vor großen Herausforderungen: Er muss insbesondere die Basis, die die DFB-Macher bislang als eher verkrustete Machtstruktur betrachtet hat, auf seine Seite ziehen. Und die Basis besteht aus den Amateuren inklusive des Nachwuchses.

Beide haben beispielsweise große Probleme mit den Anstoßzeiten der Profifußball-Vereine – die einen, weil sie mehr und mehr vor leeren Rängen sitzen und den Euro deshalb zweimal herumdrehen müssen; die anderen, weil sie – wie am Mittwochabend beim Länderspiel ihrer Stars gegen Frankreich – in die Röhre schauen mussten. „Ich bin von ganzem Herzen ein Mannschaftsspieler.“

Diesen Satz stellte Niersbach am Freitag in den Mittelpunkt seiner Antrittsrede. Wenn es Niersbach gelänge, in Sachen Anstoßzeiten einen Kompromiss zu finden, wäre dies revolutionär – und ginge in die Geschichte ein.

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