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Einwurf Nicht versetzt
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20:22 31.05.2017
Marburg

Das mag vordergründig verwundern, haben die Dortmunder doch gerade erst den DFB-Pokal gewonnen. Sportlich sei die Zeit erfolgreich gewesen, schreibt Watzke. Was danach folgt, ist für Tuchel allerdings vernichtend. Dem BVB-Boss seien nach eigenem Bekunden Werte wichtig, genauer gesagt „Vertrauen, Respekt, Team- und Kommunikationsfähigkeit“, außerdem „Verlässlichkeit und Loyalität“. Watzke schreibt es nicht ausdrücklich, aber in seinen wohl gewählten Worten schwingt mit: BeiTuchel sah er all das nicht.

Allerdings: Der BVB hätte das durchaus wissen können. Denn schon der AbgangTuchels aus Mainz war begleitet von Misstönen. Der Coach erklärte trotz gültigen Vertrags und Europa-League-Qualifikation nach dem letzten Spieltag seinen Rücktritt und ließ damit den Vorstand und den ganzen Verein im Regen stehen. Wie bekannt wurde, hatte er vorher mit Leverkusen und Schalke gesprochen. Aus einem Engagement wurde nichts, Tuchel legte ein Sabbatjahr ein, ehe er bei Borussia Dortmund unterschrieb.

Der 43-Jährige ist ein ausgewiesener Fachmann - mit Mainz die Europa League zu erreichen und mit dem BVB den Pokal zu gewinnen, zeugen davon. Allerdings scheint er ein schwieriger Charakter zu sein, wie nicht zuletzt die Reaktionen der Dortmunder Spieler zeigen. Man darf gespannt sein, wer sich nach Watzkes Zeugnis noch an den Typen Tuchel herantraut.

von Holger Schmidt

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