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Nibelungentreue

Fußball-EM Nibelungentreue

Joachim Löw hält an seinen Routiniers Miroslav Klose und Lukas Podolski fest. Auch wenn der Bundestrainer dafür von vielen Seiten kritisiert wird - seine Strategie ist durchaus sinnvoll.

Marburg. Beim FC Bayern hatte Mario Gomez seinem Sturmpartner bzw. Sturmrivalen Miroslav Klose den Rang abgelaufen. Klose wollte sich nicht mit dem Reservistendasein begnügen, wechselte zu Saisonbeginn zu Lazio Rom. In der Nationalmannschaft sieht alles danach aus, als würde der bald 34-Jährige der Platzhirsch im Ein-Mann-Angriff bleiben. Joachim Löw gibt dem Nachwuchs zwar immer wieder eine Chance. Wenn es darauf ankommt, vertraut der Bundestrainer aber den bewährten Kräften. Mertesacker gegenüber Hummels, Podolski gegenüber Schürrle und eben Klose gegenüber Gomez. Es gibt nicht wenige, die die Entscheidungen Löws in diesem Punkt nicht nachvollziehen können. Insbesondere die Tatsache, dass die Spieler von Double-Gewinner Borussia Dortmund zum EM-Start einen Stammplatz auf der Ersatzbank haben dürften. Die derzeitigen Leistungen sollten zählen und nicht die vergangener Tage. Doch bislang ist Löw mit seiner Nibelungentreue gut gefahren. Die Routiniers sind dankbar für das Vertrauen und zahlen es mit Leistung zurück. Das wird auch bei der EM so sein. Wetten?

von Holger Schmidt

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