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Einwurf Keine ganz alltägliche Heldin
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18:20 16.07.2013
Von Heike Schmidt
Marburg

Innerhalb von 365 Tagen hat die 41-Jährige 366 Marathons gemeistert, am Schlusstag gleich zwei hintereinander. Mehr als 15400 Kilometer legte sie dabei zurück. Eine Strecke, die der Entfernung zwischen den Olympiastädten Athen und Sydney entspricht. Warum tut sich jemand diese Strapazen an? „Ich wollte den Menschen zeigen, dass man seine Träume verwirklichen und an seine Grenzen gehen kann“, schreibt Jensen dazu in ihrem Internet-Blog. Wobei das nur ein Teil der Wahrheit ist. Denn mit ihrem „Marathon-Marathon“ wollte die Dänin gleichzeitig die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Nervenkrankheit Multiple Sklerose (MS) lenken. Bei ihr selbst wurde diese Diagnose 2009 gestellt. Sie hat ihr Ziel erreicht. Und in Zeiten von Doping-Enthüllungen gezeigt, dass die Helden des Alltags mindestens so außergewöhnliche Leistungen vollbringen können wie unter Generalverdacht stehende Stars.

von Holger Schmidt