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Kaum zu lösen

Einwurf Kaum zu lösen

Martin Schmidt hat unter seine kurze Amtszeit beim VfL Wolfsburg einen Schlussstrich gezogen - vor dem Bundesliga-Spiel bei seinen Ex-Klub Mainz 05, in dem es für beide Mannschaften im Abstiegskampf um enorm viel geht. Es war abzusehen.

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Marburg. Schmidt steht für Offensivfußball. Das passte zwar, zumindest wenn man sich die Qualität der Wolfsburger Einzelspieler anschaut. Aber der 50-jährige Schweizer steht auch für Leidenschaft und Hingabe. Und das passte wiederum überhaupt nicht zur Mannschaft aus der Autostadt. In Mainz ließ er seine Spieler als Teambuilding-Maßnahme in der Saisonvorbereitung in 2700 Metern Höhe in den Alpen zelten. Schwer vorstellbar, dass Schmidt mit solchen Methoden auch in Wolfsburg auf Verständnis oder gar Gegenliebe gestoßen wäre. Die Mentalität ist seit Jahren das Problem des VfL, den die meisten Spieler eben doch nur als Sprungbrett betrachten. Siehe Julian Draxler, siehe Kevin De Bruyne. Noch dazu ist der Kader schlecht zusammengestellt, was an dieser Stelle bereits thematisiert wurde, als Schmidt die Nachfolge von Andries Jonker antrat. Die Quittung ist nun der Abstiegskampf. Dass das mit vielen Feingeistern gespickte Team diesen endlich annimmt, ist für den neuen Trainer die dringlichste Aufgabe - und eine kaum zu lösende dazu.

von Holger Schmidt

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