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Einwurf Herthaner werden
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00:18 25.08.2018
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45.318 Zuschauer kamen in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit im Schnitt in die Schüssel im Westend. Klar, so mancher Ligakonkurrent hätte gern einen solchen Schnitt. Aber bei fast 75.000 Plätzen, bei mehr als 3,5 Millionen Einwohnern allein in der Stadt und nochmals rund 2,5 Millionen im näheren Umland ist die Zahl eher enttäuschend. Pál Dárdai hat gar hin und wieder das Gefühl, sich im ­eigenen Stadion fremd zu fühlen. Bei Heimspielen gegen Bayern München würde nicht nur bei Toren von Hertha BSC gefeiert, meint er. „In dieser Stadt“, hat er den Eindruck, „sind fast alle Herthaner und alle Bayern-Fans.“ Man möchte ihm widersprechen – weniger wegen der Anhänger des Meisters, von denen sich in Berlin bestimmt einige tummeln, mehr, weil es zwischen Spandau und Marzahn gefühlt nicht gerade viele richtige Fans der Hertha gibt. Die Club-Verantwortlichen wissen das durchaus.

Aber was tun? Hertha hat das Image einer grauen Maus, wäre aber gern cool. „In Berlin kannst du alles sein. Auch Herthaner“, heißt es in einer neuen Kampagne, durchaus selbstironisch zu verstehen. Könnte ankommen, denn es geht nicht nur um Worte: Kinder bis 13 Jahren erhalten in der neuen Saison zu den meisten Bundesliga-Spielen freien Eintritt. „Wir wollen diese jungen Menschen zu Herthanern machen“, sagt Geschäftsführer Ingo Schiller. So kann es gelingen.

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