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Gut gespielt, schlecht verloren

Fußball-EM Gut gespielt, schlecht verloren

So gut die Kroaten gegen Spanien auch spielten - nach dem Ausscheiden bei der Fußball-EM die Schuld alleine am Schiedsrichter zu suchen, war kein guter Stil.

Marburg. Die Kroaten haben den Spaniern einen großen Kampf geliefert. Hut ab für diese Leistung, für die sie eigentlich das Weiterkommen verdient gehabt hätten. Aber hinterher alle Schuld für das Ausscheiden dem Schiedsrichter zu geben, ist kein guter Stil. Natürlich hätte Wolfgang Stark nach dem Foul von Sergio Ramos an Mario Mandzukic auf Elfmeter entscheiden müssen. Hätten dem deutschen Unparteiischen die Fernsehbilder zur Verfügung gestanden, wäre er spätestens nach Ansicht der Zeitlupe ganz sicher auch zu diesem Schluss gekommen. So aber gab es nur Ecke. Und dennoch: Die Szene ereignete sich in der 27. Minute, die Kroaten hatten also noch mehr als eine Stunde Zeit für den Siegtreffer. Darüber hinaus ist ein Elfmeter ja noch kein sicheres Tor, wenngleich auch eine riesige Chance dazu. Mindestens genauso groß war jedoch die Chance von Ivan Rakitic, als er in der zweiten Hälfte beim Stand von 0:0 mutterseelenallein aus fünf Metern zum Kopfball kam - und an Iker Casillas scheiterte. Eine ebenso große Fehlleistung. Aber eben eine, die die Kroaten selbst hätten beeinflussen können im Gegensatz zu (ausgebliebenen) Schiedsrichterpfiffen. Darüber nachzudenken und sich an die eigene Nase zu fassen, wäre wesentlich sinnvoller. Und sportlicher.

von Holger Schmidt

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