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Graubereich

Einwurf Graubereich

Acht Spieltage sind in der Fußball-Bundesliga gespielt. Eine Erkenntnis: Der Videobeweis hat seinen Sinn, sorgt tatsächlich für mehr Gerechtigkeit. Zumindest in den allermeisten Fällen. Bloß dann nicht, wenn er in Spielen mit Kölner Beteiligung angewandt wird – so empfinden es jedenfalls Verantwortliche und Fans des Effzeh. Zu Recht?

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Am vierten Spieltag hätte Sokratis‘ 2:0-Treffer nicht nachträglich anerkannt werden dürfen, der Schiedsrichter hatte zu früh abgepfiffen. 5:0 stand‘s am Ende für den BVB, verloren hätten die Rheinländer wohl so oder so. Enger war‘s drei Tage später beim 0:1 gegen Frankfurt, als es nach Videostudium einen Strafstoß für die Eintracht gab, ein nicht geahndeter harter Einsatz von Falette gegen Kölns Bittencourt im Sechzehner auf der Gegenseite hingegen nicht einmal überprüft wurde. Am Freitag gab es dann das 1:2 in Stuttgart: Referee Cortus meinte, ein Foul von VfB-Akteur Aogo an Guirassy erkannt zu haben, zeigte auf den ominösen Punkt, nahm seine Entscheidung aber nach Sichtung der Bilder zurück. Einerseits vertretbar, andererseits gab es einen Kontakt – war der Elfmeterpfiff also eine klare Fehlentscheidung? Nur solche sollen schließlich durch den Videobeweis korrigiert werden. Über diesen Graubereich muss gesprochen werden.

Die Kölner sollten sich mit der Thematik aber nicht zu lange beschäftigen. Das Team muss sich auf seine zweifellos vorhandenen Qualitäten besinnen. Denn wenn am Saisonende der Abstieg steht, helfen Klagen über unglückliche Anwendungen des Videobeweises auch nichts mehr.

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