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Einknicken verboten!

Einwurf Einknicken verboten!

Theo Zwanziger ist auf Konfrontationskurs mit Fifa-Boss Joseph Blatter gegangen. Das ist gut und richtig so. Allerdings muss der ehemalige DFB-Präsident nun konsequent bleiben.

Marburg. Theo Zwanziger hat deutliche Worte gefunden. Ungewöhnlich deutliche Worte für das ehemalige DFB-Oberhaupt und jetzige Fifa-Exekutivmitglied. Bislang hatte Zwanziger keinen Kommentar zur Korruptionsaffäre abgegeben. Es schien, als habe Fifa-Boss Joseph Blatter in Reihen des Fußball-Weltverbandes einen weiteren Ja-Sager, der das unlautere Treiben stillschweigend hinnimmt.

Doch nun bekommt Blatter Gegenwind. Zwanziger fordert Aufklärung von unabhängiger Stelle und nicht nur unter juristischen, sondern auch unter moralischen Gesichtspunkten.

Gut so! Während Blatter nach dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert...“ seinen Verband regiert, hat Zwanziger offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt. Die Fifa ist derart in Verruf geraten, dass der Imageschaden nur schwer zu reparieren ist. Allerdings: Zwanziger muss Blatter die Stirn bieten, nachdem seine Position nun öffentlich ist. Ein Einknicken kann sich der Deutsche nicht erlauben. Sonst würde sein Ruf Schaden nehmen und er wäre im Exekutivkomitee nur noch eine „lame duck“.

von Holger Schmidt

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