Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 13 ° wolkig

Navigation:
Ein Sieg von Geld und Leidenschaft

Einwurf Ein Sieg von Geld und Leidenschaft

Bis in die Nachspielzeit hinein sah es so aus, als müsste Manchester City wieder mit dem Hohn und Spott des Stadtrivalen ManU leben. Der neureiche Scheichclub lag gegen den Abstiegskandidaten Queens Park Rangers mit 1:2 zurück. Doch dann schlugen die Millionenstürmer zu. Erst Edin Dzeko, für 37 Millionen Euro aus Wolfsburg weggelotst, in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Dann Sergio Agüero, für schlanke 45 Millionen Euro von Europa-League-Sieger Atlético Madrid geholt, in der vierten Minute der Nachspielzeit. Man kann sich Titel also doch kaufen, lautet das eine, sehr einfache Fazit des englischen Titelrennens.

Voriger Artikel
Keine Wachablösung
Nächster Artikel
Grandios gescheitert

Allerdings: Mit Geld allein ist nicht zu erklären, was sich da im Etihad Stadium abspielte. Die City-Profis warfen einfach alles in die Waagschale. Nicht nur ihre zweifelsohne überlegene fußballerische Qualität, sondern auch Leidenschaft. Sogar Enfant terrible Mario Balotelli, den sein Trainer Roberto Mancini noch vor Monatsfrist in die Wüste schicken wollte („Wir haben noch sechs Spiele, und er wird in diesen sechs Spielen nicht mehr spielen“), knallte sich statt in den Gegner in den Ball und leistete so die Vorarbeit zu Agüeros 3:2.
Und Manchester United weiß jetzt ein bisschen, wie sich die Bayern 1999 gefühlt haben. Damals bogen die „Red Devils“ noch das Champions-League-Finale um – durch zwei Tore in der Nachspielzeit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel