Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Echter Neustart?

Einwurf Echter Neustart?

Dass Eintracht Frankfurt in dieser Saison ganz weit oben mitmischt, ist der Verdienst von Trainer Niko Kovac, von Manager Fredi Bobic, natürlich der Spieler. Aber in gewisser Weise auch der von Heribert Bruchhagen. Wo stünde die SGE wohl, wäre der nüchterne Ostwestfale im Dezember 2003 nicht nach Frankfurt gekommen, hätte die frühere „Diva vom Main“ nicht in ruhige Fahrwasser geführt?

Voriger Artikel
Scheich matt!
Nächster Artikel
Weg damit!

Nun wäre es verklärend, Bruchhagens fast 13-jährige Amtszeit als Vorstandsboss der Eintracht als reine Erfolgsstory zu bezeichnen. Zwei Abstiege fallen in diese Zeit, das darf nicht vergessen werden. Trotzdem – und das ist das Entscheidende – wurde er nicht vor die Tür gesetzt, ihm wurde die nötige Zeit gegeben. Der besonnene, sachliche Arbeiter baute die Frankfurter Fußball-AG um, schuf neue Strukturen. Vor allem: Er machte den Verein seriös.

Beim HSV ist ihm diese Möglichkeit verwehrt geblieben. Ein Neustart, sagt Bernd Hoffmann, sei „dringend notwendig“ – gefühlt der 20. oder 30. binnen weniger Jahre. Doch wie sieht der aus? Wird die Philosophie überdacht? Werden die Strukturen tatsächlich erneuert? Wird auch endlich mal die finanzielle Abhängigkeit von Mäzen Klaus-Michael Kühne reduziert? Oder kommen einfach neue Leute, die wieder eine Menge Geld, aber keine Zeit bekommen?

Dann, so ist zu befürchten, verpasst der HSV nicht nur eine Bundesliga-Spielzeit.

Voriger Artikel
Nächster Artikel