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Der HSV oder: wenn früher alles besser war

Einwurf Der HSV oder: wenn früher alles besser war

Der Hamburger SV ist der einzige Fußballclub, der seit Gründung der Bundesliga dabei und noch nie abgestiegen ist. Der Verein lebt derzeit aber eher von seiner ruhmreichen Vergangenheit.

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Marburg. Die Gegenwart des Hamburger SV sieht trist aus - kein Punkt, vorletzter Platz in der Liga. Um den leidgeprüften Anhängern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, braucht es da schon den Blick in die Vergangenheit. Hat der Bundesliga-Dino vielleicht deshalb den gestrigen Donnerstag gewählt, um sechs ehemalige Vereinsgrößen auf dem „Walk of Fame“ unmittelbar neben dem Stadion zu verewigen? Die Fuß- beziehungsweise Hand-Abdrücke von Ex-Stürmer und -Trainer Willi Reimann, dem Europapokalsieger Thomas von Heesen, Ex-Manager Günter Netzer, dem früheren Aufsichtsrats-Chef Udo Bandow sowie posthum von Weltmeister Fritz Laband und Meistertrainer Branko Zebec zieren nun den Bereich rund um eine gigantische Bronzeplastik des Fußes von HSV-Idol Uwe Seeler.

Seeler, Reimann, von Heesen und Co. können am Samstag aber nicht mehr tun, als die Daumen zu drücken. Zu Gast ist dann kein Geringerer als Meister Borussia Dortmund. Die Chancen auf die ersten Punkte der Saison stehen also schlecht. „Im Moment ist es schon eine Leidensgeschichte, aber wenn alle mitziehen, wird es keinen Abstiegskampf geben“, sagte Günter Netzer. Das allerdings klingt angesichts der sportlichen Situation wie das Pfeifen im Walde.

Die Hoffnungen ruhen auf Rafael van der Vaart, ein heißer Kandidat für die Ruhmeshalle. Der zum Heilsbringer auserkorene Niederländer muss allerdings aufpassen, dass er mit den anderen jetzigen Aktiven nicht etwas ganz anderes begründet - den „Walk of Shame“ für den ersten Abstieg der Vereinsgeschichte.

von Holger Schmidt

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