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Einwurf Bedenklich

Schon die Vergabe der WM 2022 an Katar war absurd. Nicht nur, weil das Emirat keine Fußball-Tradition hat und sich auch noch nie für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Sondern auch, weil es gesundheitsgefährdend - wenn nicht gar lebensbedrohlich - ist, bei Temperaturen von 50 Grad Fußball zu spielen.

Marburg. Darüber hatten sich die Mächtigen bei der Fifa aber wohl bei der Bewerbung des Golfstaates keine Gedanken gemacht. Die Dollarzeichen in den Augen hatten den Blick dafür offenbar getrübt. Schließlich gilt es, neue, reiche Märkte zu erschließen.

Da nun anscheinend kein Weg an der Austragung des Turniers in Katar vorbeiführt, ist eine Verlegung der WM vom Sommer in den Winter die einzig vernünftige Möglichkeit, um Spieler (und Zuschauer) vor dem Hitzerisiko zu schützen. In Jérôme Valcke hat nun erstmals ein Fifa-Verantwortlicher öffentlich laut ausgesprochen, was der gesunde Menschenverstand gebietet. Dumm nur, dass er damit seinem Boss Joseph Blatter zuvorgekommen ist. Der Fifa-Präsident mag es gar nicht, wenn ihm jemand die Show stiehlt. Es scheint jedenfalls nicht ausgeschlossen, dass sich Blatter nun stur stellt und am Sommertermin festhält. Allen berechtigten Bedenken zum Trotz.

von Holger Schmidt

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