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Tücken eines Eimers

Ortsdiener Karl Tücken eines Eimers

Wie die meisten von Euch sicherlich wissen und vielleicht auch schon selbst gemerkt haben, birgt der Haushalt viele Gefahrenquellen. Stellt Euch vor: Das kann auch zum Beispiel der volle Putzeimer sein.

Erfuhr dieser Tage vom Schicksal eines Ostkreislers, der Mann lebt in einem älteren Haus in einem kleineres Dorf. Abends nach der Arbeit begann der Mann damit, die Höhle zu fegen. Er wollte seiner Frau, die Nachtschicht hatte, schon mal ein klein wenig Arbeit abnehmen.

Um es vorweg zu nehmen, er machte seiner Holden noch viel, viel mehr Arbeit. Denn von Natur aus faul wie der Mann war, verzichtete er darauf, den Putzeimer zu leeren. Er ließ ihn in einer Ecke der Wohnung stehen, freute sich an seinem Werk und ging dann irgendwann auch schlafen.

Mit Putzen hat unser Ostkreisler in eben diesem Haushalt nicht viel am Hut. Sonst hätte er wissen müssen, dass der verwendete Eimer am Boden einen Riss hat. Eigentlich war er schon für die Entsorgung im Sack bestimmt.

Als am frühen Morgen die Frau des Hauses heimkam, fiel ihr Blick in die Ecke. Sie entdeckte eine Lache Putzwasser. Und weil solche Malheure Folgen haben müssen, war das Wasser auch schon in die Decke eingedrungen. Beim Mieter darunter tropfte es von oben. Nun sind Reparaturen angesagt. Ob die Frau zum Nudelholz griff ist nicht überliefert. Denke mir auch eher, dass der Göttergatte Bewährung bekam, natürlich gegen Auflagen. Also ich hätte ihm ein viertel Jahr Putzdienst zu verschärften Bedingungen verordnet, gepaart mit ein wenig Bügelarbeit und weiteren schönen Hausarbeiten, die nötig sind.

Und nix für ungut!

Euer Ortsdiener Karl

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