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LIEBE LEUTE, Text2

war am Samstag mal in einer ruhigen Minute darum bemüht, die Uhr in meinem Auto zu stellen. Die zeigt nämlich nach einem chirurgischen Eingriff in der Werkstatt nur noch eine Phantasie-Zeit an.

war am Samstag mal in einer ruhigen Minute darum bemüht, die Uhr in meinem Auto zu stellen. Die zeigt nämlich nach einem chirurgischen Eingriff in der Werkstatt nur noch eine Phantasie-Zeit an. Sach mal so: Aus der ruhigen Minute wurde eine unruhige halbe Stunde. Denn bei einem Bordcomputer mit sieben (!) Menüebenen (wofür braucht‘s die?) geht nix auf die Schnelle. Und schon gar nix ohne 250 Seiten Handbuch. Zog das zu Rate, befolgte brav Schritt für Schritt, aber nichts tat sich. Mein Zeitmesser ließ sich einfach nicht in die mitteleuropäische Taktung zwingen, ignorierte meine präzise ge-timete beidhändige Drückerei auf zwei Knöpfen, hielt eisern an der falschen Zeit fest. Knallte das Handbuch, begleitet von gar nicht so leisen Flüchen, zurück in sein Spezialfach und verließ die Karre - frustriert, aber nicht ohne Erkenntnisgewinn: Weiß jetzt, warum der Hersteller meines Autos für seine Erzeugnisse werbewirksam verbreiten lässt: „Nichts ist unmöglich.“ Wirklich nichts. Nix für ungut,

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