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Die Glosse Text2
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17:38 02.05.2012

Um so schneller ist der Baum, der den Ortsmittelpunkt eigentlich den ganzen Mai über schmücken soll, wieder abgesägt. Einige Schlimmfinger machen sich im Schutz der Dunkelheit einen „Spaß“ daraus, Maibäume vorzugsweise fern des eigenen Wohnorts zu fällen. So geschehen wieder in zahlreichen Orten des Landkreises. Schreib‘s jetzt mal allen bösen Sägern ins Stammbuch, dass das Fällen von Maibäumen kein Bubenstreich, sondern zumindest eine Sachbeschädigung ist. Die geht schnell über den Wert des Baumes hinaus, wenn der Baum auf Autos oder benachbarte Häuser stürzt. In Amöneburg ließen der oder die Säger den Maibaum quer über die Straße liegen. Da sind wir dann schon beim „Gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“. Dieses Delikt wird laut § 315 des Strafgesetzbuches mit Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafen geahndet. Strafanzeige ist gestellt. Wer damit vor dem Kadi landet, lacht nicht mehr. Deshalb: Erst Gehirn einschalten, dann die Säge zu Hause lassen, friedlich in den Mai hineinfeiern und sich an den Maibäumen erfreuen. Nix für ungut,