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Telefonterror

Ortsdiener Karl Telefonterror

wollte gestern Morgen meine Telefone an die Wand knallen.

Erst klingelte während des Frühstücks das Handy - aber nur einmal. Rief meinen Freund Martin zurück, dessen Handtelefon sich angeblich beim Spülen und Aufräumen selbständig gemacht und mich eigenständig angerufen hatte. Glaube ihm das ja. Glaube ihm nur nicht, dass er aufgeräumt und gespült hat.

Egal. Kurz darauf klingelte das häusliche Festnetz. Und dann wurde es lustig.

Ich: „Hallo?“

Anrufer (mit scheinbar englischem Akzent - ist aber tatsächlich Dialekt aus der Nähe von Wetzlar): „Ja, geben Sie mir nochmal die Nummer vom Schlaflabor. Da haben Sie mir eine falsche durchgesagt.“

Ich: „Aber wir haben doch gar nicht telefoniert.“

Anrufer: „Doch. Eben.“

Ich: „Nein, haben wir nicht.“

Anrufer: „Doch.“

Ich: „Ich kenne die Nummer des Schlaflabors nicht.“

Anrufer: „Aber eben haben Sie mir sie doch gegeben. Nur eben die Falsche.“

Ich: „Kann nicht sein. Aber jetzt haben Sie die falsche Nummer gewählt.“

Anrufer: „Nein.“

Ich: „Doch.“

Anrufer: „Kann nicht sein.“

Ich: „Ist aber so.“

Anrufer: „Aber eben haben Sie mir doch die Nummer...“

Ich (langsam etwas ungehalten): „Nein, habe ich nicht. Ich weiß nicht, für wen Sie mich halten, aber ich kann Ihnen nicht helfen.“

Anrufer: „Aber die Nummer vom Schlaflabor...“

Ich: „Nein, schon gar nicht mit der. Und auch sonst scheinbar nicht.“

Anrufer: „Haben Sie vielleicht die Nummer der Klinik?“

Ich: „Was?“

Anrufer: „Die Nummer der Klinik. Wie ist die?“

Ich: „Habe Sie schon verstanden. Aber woher soll ich denn jetzt die Nummer schon wieder haben?“

Anrufer: „Na, wenn Sie sie nicht wissen: nachschauen. “

Ich: „Aber ich bin doch nicht die Auskunft.“

Anrufer: „Ja, aber die Nummer müssen Sie doch wissen?“

Ich: „Welche?“

Anrufer: „Na, die von der Klinik.“

Ich: „Die kenn‘ ich nicht. Wenn Sie jetzt das Schlaflabor hätten anrufen wollen - mit der Nummer hätt‘ ich dienen können, aber sonst mit nix.“ Habe dann verzweifelt aufgelegt. Und nix für ungut,

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