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Die Glosse Neues vom "Büchsenmacher"
Mehr OP extra Kommentare Meinung Die Glosse Neues vom "Büchsenmacher"
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17:21 22.05.2013

Die Familie Nass aus Mengsberg kam nun nach der Berichterstattung über ihr Geschäft in den „Genuss“, einen fast anonymen Brief zu bekommen. Dieser hatte die gleiche Botschaft wie ein Anruf wenige Tage zuvor - der natürlich auch anonym erfolgte: Nass‘ Heinrich sei ein „Büchsenmacher“. Das hat nun nix mit den handwerklichen Fähigkeiten des Metzgers zu tun sondern bezieht sich darauf, dass der gute Mann zwei Töchter aber keinen Sohn hat. Muss kurz auf die Gossensprache eingehen - so leid es mir tut: Manch einer, der es nicht besser weiß oder nicht besser wissen will, bezeichnet Frauen eben als Büchsen.

Wenn es das Ziel des Briefes war, den Heinrich zu beleidigen, hat der „Schütze“ übrigens daneben geschossen. Der Jung‘ nimmt‘s nämlich mit Humor und ist stolz, ein „guter Büchsenmacher“ zu sein: „Meine Töchter sind mir schließlich sehr gut gelungen.“ Durchsetzen wird sich der Spitzname aber trotzdem nicht - und zwar aus Respekt vor den Frauen.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl