Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Die Glosse Maikäfer erfroren
Mehr OP extra Kommentare Meinung Die Glosse Maikäfer erfroren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:16 21.04.2012

Beruhigend zu wissen, dass in unseren Gefilden die Zusammenrottung einer Unzahl dieser grünen Insekten eher selten an der Tagesordnung ist. Früher besorgten das der berühmte Maikäfer und seine hungrigen Artgenossen.

Waren sie erst einmal aus der Erde gekrochen, gab‘s kein Halten mehr, und dem frischen Blattwerk wurde der Garaus bereitet. So weit, so schlecht. Mittlerweile haben sich die auch bei Wilhelm Busch zu Ehren gekommenen Tierchen sehr rar gemacht.

Klimatische und sonstige Unbilden haben für unwirtliche Lebensbedingungen gesorgt, die den gewöhnlichen Maikäfer fast zum Exoten werden lassen.

Gleichwohl soll hier in aller Deutlichkeit gesagt werden, dass zumindest ein Exemplar am Dienstag in Gladenbach gesichtet wurde. Allerdings muss dem armen Kerl etwas widerfahren sein, was seiner Gesundheit sehr abträglich war. Denn er lag früh morgens mausetot auf dem Rücken.

Das Krabbeltier hatte womöglich die Wettervorhersage verpasst und war bei Minusgraden während einer oberirdischen Erkundungstour erfroren.

Eine kleine, aber würdige Bestattung hatte der tapfere Kerl sich natürlich verdient. Wer weiß, wann sich wieder einmal einer nach Gladenbach verirrt?