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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

Das Warten auf einen bestimmten Anruf tötet mal schnell den letzten Nerv.

Es ist der berühmte Blick „des Kaninchens auf die Schlange“. Nein, in den Keller gehen darf der Wartende in diesem Moment nicht. Er oder sie hat gefälligst auch alles zu unterlassen, was die Konzentration auf das ach so wichtige Gespräch stören könnte. Andere neigen dazu, sinnlos durch die Wohnung zu tigern, möglichst ketterauchend. Keine Angst, erspare mir die Belehrung, das s das Rauchen ungesund ist. Die Raucher wissen das in der Regel längst selbst. Man kann natürlich auch Sinnvolles mit der Wartezeit anfangen. Zum Beispiel lässt sich der Wohnungsputz oder das Abarbeiten der Bügelwäsche vorziehen. Ein Spezi von mir ließ es doppelt rauchen der Wartezeit auf den abendlichen Anruf seiner Liebsten. Zunächst setzte er auf die Kettenraucher-Variante, die aber alsbald als sinnentleert erkannt wurde. Dann begann er zu bügeln. Und prompt, beim zweiten Hemd, klingelte endlich das Telefon. Aber es war „nur“ seine Mutter am Apparat. Dumm nur, dass er das Eisen auf dem Hemd liegen ließ. Da rauchte es dann mal ordentlich in der Bude. Und er hatte der Liebsten später viel zu sagen.

Und nix für ungut!

Euer Ortsdiener Karl

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