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Liebe Leute,

Ortsdiener karl Liebe Leute,

die Jungs von der Bürgerwehr berichteten mir gestern von ihrer Angst, dass sie in Anlehnung an den Namen von Neustadts erstem Ortsvorsteher in Zukunft nur noch Clausthaler trinken müssten.

Wer es nicht weiß: Der Kerl heißt Groll, Vorname Klaus.

Die Angst war unbegründet. Ebenso wie die Furcht, in Anlehnung an den Namen des Bürgermeisters eine ihnen gleichsam unbekannte Biermarke trinken zu müssen: Es gab weder Thomas-Bier aus München noch Luther-Bräu aus Torgau. Wär ja beides möglich gewesen: Grolls Tommy ist ja schließlich so eine Art Reformator der Kirmes.

Wie dem auch sei: So schnell wie am Freitag hatte die Bürgergarde ihr Fässchen jedenfalls noch nie leer. Das lag daran, dass Hummels Arnulf der Anstich erst nach ein paar mehr als nur einem Schlag gelungen war. Dafür hatten Neustadts Ameisen wohl einen amüsanten Abend (zumindest die, die der Bierfluss nicht in die Kanalisation gespült hatte). Aber so ist es eben, ein Pfarrer hat schließlich traditionell mehr Erfahrung mit Wein und Wasser als mit Hopfen und Malz.

Die Bürgergarde will während des Abschied des Pfarrers in der zweiten Jahreshälfte trotz der Biervergeudung vom Freitag weiterhin Salut schießen. Natürlich nur, wenn es auch dann ein Fässchen für sie gibt. Gehe mal davon aus, dass sie den Anstich aber lieber selbst übernimmt.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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