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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

sind ja inzwischen so weit im Jahr 2014 angekommen, dass der Wunsch nach einem frohen Neuen schon fast nicht mehr zur typischen Begrüßungsfloskel gehört. Will mich trotzdem nochmal kurz dem Jahreswechsel widmen.

War am 31. Dezember in Allendorf unterwegs und einigermaßen schockiert, dass schon nachmittags die Böller flogen. Rede hier nicht von einzelnen Krachern, die irgendwelche Kinder heimlich zündeten, sondern von einer größeren Stückzahl und Erwachsenen, die nicht mehr bis Mitternacht warten konnten.

Aber es geht scheinbar noch schlimmer. Ein Kumpel war in Hamburg und berichtete mir von einem extrem lauten 31. Dezember, an dem es wohl den ganzen Tag über so geklungen hat, als sei man in einem Kriegsgebiet. Und kaum war es dunkel, flogen auch schon die Raketen.

Für einen Jungen vom Dorf wie mich ist das alles ziemlich traurig. Wer früher vor 0 Uhr die Böller fliegen ließ, musste sich entweder auf einen kräftigen Anschiss von den Mitmenschen einstellen oder einen triftigen Grund haben - Eltern, die mit ihren kleinen Kindern den Jahreswechsel vorzogen, hatten zum Beispiel Ausnahmerechte.

Finde es irgendwie schöner, wenn Disziplin herrscht und ab 0 Uhr die Böller und Raketen fliegen. Ist irgendwie festlicher. Aber nun ja: Früher war ohnehin alles besser. Oder so.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher