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Liebe Leute,

Ortsdiener Karl Liebe Leute,

„mein Vadder is nedd da und ich weiß kein Bescheid.“

Mit diesem Satz pflegte in grauer Vorzeit (1972) in dem ARD-Dreiteiler „Einmal im Leben“ die Tochter des hinter dem Vorhang Deckung suchenden korrupten Bauunternehmers Wumme den schüchtern Auskünfte erbittenden Häuslebauers Bruno Semmeling schon am Fenster abzuwimmeln. Das betagte Sätzchen gehört längst zu meinen Sprachschatz. Rutscht mir gelegentlich auch raus. Immer dann, wenn mein Gegenüber persönliche Inkompetenz vortäuscht. Könnt‘ ja sein, dass mein Anliegen möglicherweise sonst für ihn Arbeit nach sich zieht. Und prompt wird der Kompetenzen-Kreisel zu rotieren gebracht: A schickt Dich zu B, B verweist Dich an C, C empfiehlt Dein Anliegen an D und der hetzt Dich zurück zu A. So jetzt Geschehen bei einem technischen Langzeit-Problem in meinen Freundeskreis. Wünsche A, B, C und D, dass sie auch mal ein Anliegen haben und ihnen dann entgegenschallt: „Mein Vadder is nedd da und ich weiß kein Bescheid.“ Nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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