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Ein Zuckerkopf ist unterwegs

Ortsdiener Karl Ein Zuckerkopf ist unterwegs

Viele von Euch dürften davon gehört haben: Es kann ein mörderisches Vergnügen bereiten, an einem Krimidinner teilzunehmen. Mittlerweile gibt es auch privat organisierte Veranstaltungen dieser Art.

Erfuhr von einem solchen Ereignis im schönen Kirchhain vor einigen Tagen. Die Story stammte von einem Internetanbieter, der sich auf so etwas spezialisiert hat. Ein zauberhaftes Pärchen und ein guter Freund organisierten das Ereignis, bei dem getafelt wird. Zugleich muss der Kriminalfall gelöst werden. In unserem Kirchhainer Fall mussten sich die Teilnehmer auch verkleiden. Ein Jungspund musste älter aussehen als er eigentlich ist. Graue Haare stehen für das Alter. Nur, wie wird der Mann schnell grau? Puder war nicht so ohne weiteres aufzutreieben. Also ging es vermeintlich kreativ zur Sache. Das Haar wurde gewaschen und in leicht feuchtem Zustand mit Gel eingerieben. Danach streute der Mann Puderzucker auf die Rübe. Das klappte wunderbar. Alles war weiß, aber auch eben auch sehr schnell steinhart. Verzweiflung brach aus, weil die Zeit knapp wurde. Also musste der Mann mit Zuckerkruste auf dem Kopf wie er war zum Dinner fahren. Auch ein Tankwart, bei dem der Mann unbedingt noch eine größere Menge Zigaretten erwerben musste, bevor er zum Ort des geschehens fuhr, hat wohl nicht schlecht geschaut, als dieser Zuckermensch vor ihm stand. Tja, die Lacher hatte er an jenem Abend in jedem Falle auf seiner Seite. Habe mir sagen lassen, dass an allen Orten, wo er auftauchte, viel über den „Zuckerjungen“ gelacht worden ist. Sein Trost: Alles war abwaschbar. Doch ganz so einfach war es wohl denn auch nicht, die Zucker- und Gelmischung aus dem Haar zu bekommen.

Und nix für ungut!

Euer Ortsdiener Karl

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