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Ein Ruhebänkchen

Ortsdiener Karl Ein Ruhebänkchen

bin großer Freund des Klischees, dass Rentner nur auf Parkbänken rumlungern, Enten füttern oder den ganzen Tag über lässig auf ein Kissen im Fensterrahmen gelehnt die Geschehnisse vor ihrem Haus beobachten.

Kann den Ruhestand kaum erwarten, wenn der wirklich so sein sollte.

Kenne einen, der für seine Zukunft ähnliches plant: Der Karl-Heinz aus der Familie Mai hat heute seinen letzten Arbeitstag als Kassierer der Sparkasse Neustadt. Scheinbar will er auch in Zukunft so oft wie möglich den Weg von Momberg ins Städtchen antreten, denn er hat schon an das beliebte „Rentnerbänkchen“ vor seiner Sparkasse eine Plakette angebracht mit der Aufschrift „Ruhebank reserviert für Rudolf Feurer, Klaus Feußner, Karl-Heinz-Happel und ab dem 13. Oktober 2012 Karl-Heinz Mai“.

Die drei, die bisher immer das Bänkchen belagern, kamen sogar schon in der Sparkasse vorbei und gaben ihrem künftigen Kumpel ein paar Tipps. Nicht ganz uneigennützig forderten sie ihren neuen Nachbarn auf, er solle doch ein paar Kissen mitbringen - in der kalten Jahreszeit ist es auf einer Bank schließlich nicht so mauschelig wie in einer Bank. Entschuldigung: in einer Sparkasse. Wie dem auch sei: Jungs, haltet mir ein Plätzchen frei. Geselle mich in ein paar (vielen) Jahren dazu!

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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Von Redakteur Florian Lerchbacher