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Der Fluch des nackten Fußes

Stadtgeflüster Der Fluch des nackten Fußes

Ist der Sommer warm und trocken, riecht der Fuß auch ohne Socken. So oder ähnlich lautet eine bekannte Weisheit der Modegecken.

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Diese vom Geist der Zeit umwehten Menschen – in der Regel Männer – belächeln schon lange diejenigen mitleidig, die bei Außentemperaturen über 20 Grad Celsius noch immer in die Socken steigen. Und sollten‘s gar auch noch weiße sein, dann hat der Träger nachhaltig unter Beweis gestellt, dass er von vorgestern ist.
Vorgestern war es auch, als mein Freund Kalli demonstrierte, dass er seiner Zeit bereits um Meilen voraus ist.
Denn es war seinen Freunden nicht verborgen geblieben, dass er mit blanken Füßen in schweinsledernen Schuhen zu einer – wegen des schönen Wetters – spontan angesetzten Bratpartie erschien.
Gegenüber den aus seiner Sicht völlig überflüssigen Bemerkungen der hämisch dreinschauenden Damen und Herren rechtfertigte er sich mit einer tadellosen Ausrede: Er habe selbstverständlich noch jede Menge saubere Strümpfe zu Hause.
Aber er habe seinen Sohnemann nicht wecken wollen. Der Kleine hatte es sich im elterlichen Schlafzimmer, in dem sich auch die Strumpfabteilung befindet, gemütlich gemacht und war eingeschlafen.
Folglich sei er diesmal strumpflos aus dem Hause gegangen.
Gleichwohl räumte er angesichts mehrerer gerunzelter Augenbrauen ein, dass es ihm an den unteren Extremitäten inzwischen doch ein wenig frisch geworden sei.
Den guten Rat seiner Freunde, doch künftig ein Paar Reservesocken im Auto zu deponieren, nahm mein Freund Kalli an – wenn auch ein wenig verschnupft.

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