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Blumen gehören in den Topf

Ortsdiener Karl Blumen gehören in den Topf

war das Telefonieren früher nicht herrlich einfach? In der Post gab es genau einen Anbieter. Festnetzanschluss und fertig. Gebühren waren klar und teuer, der Verwirrungsfaktor gering.

Und heute? Hunderte Anbieter, Tausende Anschlussmöglichkeiten, Millionen Tarife. Wer soll sich denn da zurechtfinden?

Wollte neulich meinen Handyvertrag verlängern. Was passiert? Bekomme eine Blume gezeigt. Wollten schon dran riechen, da teilt mir der Verkäufer mit, dass die „Blume“ eine Übersicht über die Kombinationsmöglichkeiten von Tarifen sei. So nach dem Motto: Den Stengel braucht man als Grundlage, dazu gibt es eins oder mehrere Blätter. Sozusagen: Je mehr Blüte um so teurer.

Dann wollte der gute Mann mein Telefonverhalten analysieren. Welche Netze ich am meisten nutze, fragte er. Woher soll ich das denn wissen? Keine Ahnung, was meine Freunde für Netze haben. Keins und auch keinen doppelten Boden war als Antwort nicht zulässig. Gleiches galt für „grobmaschige Fischernetze“. Hatte den Kerl kurz vor der Verzweiflung, da fing er im Detail mit Kosten an. Wenn Sie... dann... oder aber so... und dann könnten Sie... wäre vielleicht... Bin irgendwann ausgestiegen.

Hätte ich mich (oder der Verkäufer sich) in dem Gewirr von Möglichkeiten zurechtgefunden, wären vielleicht Einsparungen von ein paar Euro möglich gewesen. Zumindest vielleicht. Aber für so Überlegungen ist mir meine Zeit dann doch zu kostbar.

Ließ im Endeffekt meinen uralten Vertrag verlängern und nahm schnell Reißaus. Ohne Blumentarif. Blumen gehören in einen Topf. Oder den Garten.

Und nix für ungut,

Euer Ortsdiener Karl

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