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Warum nicht gleich effektiv

Standpunkt zum Organspende-Gesetz Warum nicht gleich effektiv

Bei ethischen Fragen ist es im Bundestag Usus geworden, auf Kompromissbereitschaft zu setzen und einen Fraktionszwang zugunsten einer Gewissensentscheidung aufzuheben.

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Das ist grundsätzlich positiv, hat aber bei der Entscheidung zur Neuregelung der Organspende zu einem faulen Kompromiss geführt.

Eine mutige und effektive Reform sieht anders aus: Jetzt fragen die Krankenkassen alle zwei Jahre ihre Kunden, ob sie nach ihrem Tod Organspender sein möchten, ob sie dies nicht mehr sein möchten oder nun doch sein möchten. Das führt zu einem enormen Verwaltungsaufwand und dazu, dass der Spendeausweis in vielen Haushalten unbenutzt im Unterlagen-Berg verschwindet.

Sicher ist es wichtig, jeden Menschen über seinen Körper frei entscheiden zu lassen. Wenn sich aber jemand aus Überzeugung aktiv dagegen entscheidet, seine Organe todkranken Menschen vorzuenthalten, dann kann er dies auch aktiv artikulieren. So, hätte es die "Widerspruchslösung" vorgesehen. Dass potentiell Menschen sterben, weil Unterlagen zum Spenderausweis bei den Akten liegen, ist nicht akzeptabel.

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