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Kein Selbstläufer

Energiewende Kein Selbstläufer

Mit der Energiewende ist alles in bester Ordnung. Diesen Eindruck will die Bundesregierung mit ihrem Bericht zur Umsetzung eines 10-Punkte-Sofortprogrammes für das Energiekonzept erwecken.

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Der Energiewende droht das Scheitern durch Zögern und techno­kratisches Vorgehen der Bundesregierung, warnen Wirtschaftsvertreter, Umweltverbände, Opposition und der allseits anerkannte Experte Klaus Töpfer.
Wer hat recht? Es kann bei einem so ambitionierten Vorhaben nicht anders sein, als dass bei seiner Realisierung Zweifel laut werden, auch wenn Anfangserfolge Anlass zu Zuversicht geben.
Für die schwarz-gelbe Regierungskoalition ist der Atomausstieg politisch ein riskantes Manöver. Sie will Ruhe an der Energiefront. Die Sache soll wieder Thema für Fachleute werden.
Dabei geht es in den nächsten Jahrzehnten darum, die Energieversorgung des Landes von Grund auf neu zu strukturieren, ohne den Industriestandort zu gefährden. Den Aufwuchs der erneuerbaren Energien auf 20 Prozent hat das Stromnetz verkraftet. Für den weiteren Anstieg muss es erheblich leistungsfähiger werden. Doch Bürger blockieren den Ausbau der Netze. Wind und Sonne liefern in der Perspektive klimaschonender und preiswerter Strom, aber nicht so verlässlich, wie er gebraucht wird. Zum Ausgleich braucht es rasch Gaskraftwerke als Lückenbüßer für den flackernden Alternativstrom. Doch Investoren zögern, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen.
Es wäre höchst fahrlässig in dieser Lage, so zu tun, als liefe alles wie von selbst. Die Energiewende muss im Zentrum der Aufmerksamkeit bleiben. Und die Politik sollte keine Scheu vor einer wachen Öffentlichkeit haben.

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