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Der politische Kommentar Einzigartig auf der Welt
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22:33 22.01.2013

Anders als vor zehn Jahren, als Gerhard Schröder und Jacques Chirac den 40. Jahrestag des deutsch-französischen Freundschaftsvertrags zum Schulterschluss gegen den drohenden Irak-Krieg nutzten, gibt es diesmal kaum gemeinsame politische Initiativen von beiden Ländern. Daran dürfte sich bis zur Bundestagswahl im September wohl nur wenig ändern.

Nachdem Angela Merkel im französischen Präsidentschaftswahlkampf François Hollandes konservativen Vorgänger Nicolas Sarkozy ungewöhnlich stark unterstützt hat, setzt der Nachfolger nun ebenso unverhohlen auf einen SPD-Wahlsieg in Deutschland. Hollande hofft, mit einer rot-grünen Bundesregierung vor allem in der Europapolitik sehr viel mehr Gemeinsamkeiten zu finden als mit Merkel und ihrer schwarz-gelben Koalition. Bis zur Wahl dürfte es bei ihm daher kaum die Bereitschaft geben, der Bundesregierung mehr als unbedingt notwendig entgegenzukommen.

Doch darüber darf nicht vergessen werden, welch herausragende Bedeutung die deutsch-französische Freundschaft auch heute noch hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, die auf der Welt ihresgleichen sucht, ist der beste Garant dafür, dass ganz Europa in Frieden lebt. Das wird umso deutlicher, wenn man sich Erinnerung ruft, wie viele Kriege beide Länder bis 1945 gegeneinander geführt haben.

Es ist richtig, dass sich die Parlamente und Regierungen beider Länder entschlossen haben, ihre Freundschaft in regelmäßigen Abständen zu feiern. Denn das stärkt auch in der Tagespolitik das Bewusstsein dafür, wie wichtig eine enge deutsch-französische Zusammenarbeit ist.

von Joachim Riecker

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