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Der politische Kommentar Ein ärmliches Zeichen
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23:38 01.05.2018
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Der droht Europa auch nach dem Besuch von Merkel und Macron weiter unverhohlen mit dem Handelskrieg, benutzt Zölle als Druckmittel - und verlangt parallel dazu die Bereitschaft zum „fairen Deal“. So kann man mit seinen engsten Verbündeten in der demokratischen Welt einfach nicht umgehen.

Donald Trump kennt die seriöse Form des zivilisierten Umgangs mit anderen nicht. Vier Wochen gibt er den Europäern jetzt noch. Das ist nicht großzügig und keine staatsmännische Heldentat, sondern ein ärmliches Zeichen eines Politikers, dem immer wieder erst in letzter Sekunde klargemacht werden kann, dass man mit der Weltpolitik nicht spielt wie mit Förmchen im Sandkasten.

Es wächst die naive Hoffnung, dass jemand mit Rückgrat und auf Augenhöhe dem US-Präsidenten einfach einmal offen und ehrlich die Meinung sagt. Vielleicht über Twitter, dann verstünde es Trump auf jeden Fall. Stattdessen müssen Europas Verantwortliche stark und ruhig bleiben.

Das darf aber niemand mit kleinlautem Stillhalten verwechseln. Es geht um die Sicherung von Arbeitsplätzen in Europa und Deutschland. Dafür braucht man Respekt von Donald Trump.

von Dieter Wonka

Mit dem Wort „historisch“ ist das ja so eine Sache. Es wird bisweilen inflationär genutzt, auf jeden Fall aber oft voreilig. Gestern war wieder ein „historischer Tag“ - mit einem historischen Treffen, historischer Symbolik und der historischen Erklärung zweier Staatsmänner. Diesmal scheint diese Klassifizierung aber - bei aller Vorsicht - gerechtfertigt.

Das politische Klima auf der koreanischen Halbinsel hat sich innerhalb von wenigen Monaten buchstäblich vom tiefsten Winter in einen Frühling verwandelt. Das lässt in dem geteilten Land schon viele lange undenkbare Träume sprießen.

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Man könnte meinen, Donald Trump habe die Europäer in handelspolitischer Sicht jetzt endgültig dort, wo er sie hinhaben wollte: auf ihren Knien. Verlängert werden die Ausnahmeregelungen für Strafzölle auf Aluminium- und Stahlimporte aus Europa in die USA nach dem 1. Mai wohl nicht mehr, und deshalb muss Angela Merkel jetzt in Washington darum betteln, dass die Erhebung dieser Zölle nicht in der kommenden Woche zum Tragen kommt, sondern verschoben wird. Ganz abgesehen davon, dass dieser Versuch eines neuerlichen Zeitspiels gar nicht primär in die Handlungshoheit Angela Merkels fällt, sondern in die der EU.

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