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Breiviks Faust geht um die Welt

Breivik in den Medien: Nein! Breiviks Faust geht um die Welt

Peinlich. Kaum dass der Prozess um Anders Breivik beginnt, setzen die Medien auf seine billige, aber berechnende Effekthascherei, um möglichst viele Menschen dazu zu bewegen bei ihnen die Berichterstattung zu lesen, zu sehen oder zu hören.

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Breivik weiß sich in Szene zu setzen. Nicht nur mit der Ungeheuerlichkeit, auf „Notwehr“ zu plädieren, sondern auch mit seinen Gesten. Einmal den rechten Arm nach oben ausstrecken und die Hand zur Faust ballen und schon überschlagen sich die Medien, tragen genau diese Geste als Foto in alle Winkel der Welt. Ob der Daily Telegraph in England, die New York Times in den USA oder die Bild in Deutschland - sie zeigen wie viele, viele andere Medien auch genau dieses Foto und senden damit Breiviks Botschaften an alle, die in ihm einen Helden sehen, einen gefangenen, aber ungebrochenen Helden, der weiterhin stolz auf seine Taten ist. Beim Run auf Quote merken die Medien immer seltener, wie leicht sie sich in ihrer Gier nach Sensationen instrumentalisieren lassen. Wozu ist der Prozess da? Um Breivik eine Bühne zu geben oder um ihn zu bestrafen? Im Sinne der Opfer und Hinterbliebenen gibt es nur eine Antwort.

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