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11:14 22.09.2009
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Sören Bartol (SPD): Ich möchte Marburg-Biedenkopf weiter im Bundestag vertreten: Für sichere Arbeitsplätze und gute Verkehrsverbindungen in der Region. Für mehr Kita-Plätze und für erreichbare Ganztagsschulen für alle im Kreis. Für sozialen Zusammenhalt in unseren Städten und Gemeinden.

Mein Ziel sind Mindestlöhne, damit Menschen von ihrer Arbeit leben können und für das Alter abgesichert sind. In der Krise müssen wir mit Kurzarbeitergeld, Ausbildung und Qualifizierung Beschäftigung erhalten. Um zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, setze ich auf ökologische Industriepolitik – ohne Atomkraft! Investitionen in erneuerbare Energien und energetische Gebäudesanierung schaffen auch hier bei uns Arbeit.

Ich will mehr Investitionen in Bildung und Betreuung und bessere Hilfen für Familien und Alleinerziehende, damit auch hier im Kreis jedes Kind unabhängig von Herkunft und Geldbeutel der Eltern eine Chance hat.

Ich werde weiterhin die unterstützen, die sich in Vereinen und Initiativen für die Menschen in Marburg-Biedenkopf einsetzen – etwa wenn es um Fördermöglichkeiten geht – und die vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich mit ihren Sorgen und Nöten an mich wenden. Das sind für mich wichtige Aufgaben eines Abgeordneten.

Jörg Behlen (FDP): Jeder Abgeordnete ist ein Rad, als Neuling nur ein Rädchen in den Mühlen des Deutschen Bundestages. Deswegen ist diese letzte Kandidatenfrage wohl die schwierigste von allen für mich.

Die A49 muss endlich gebaut werden – in drei Teilabschnitten, sonst dauert diese politische Blamage noch 15 Jahre länger. Für die dringenden Ortsumgehungen an B62 und B252 muss ein verbindlicher Zeitplan zur Umsetzung und Finanzierung erstellt werden. Das dürfen die betroffenen Bürger von mir erwarten.

Mit der FDP werde ich mich für eine vernünftige Steuervereinfachung einsetzen. Das entlastet vor allem niedrige und mittlere Einkommen – vor allem aber Familien mit Kindern. Sicher kann Ich Ihnen wenig versprechen, das mag meinem Wesen geschuldet sein. Ich verspreche Ihnen keine höheren Sozialleistungen, die werden ohnehin von Ihnen selbst bezahlt. Der Staat nimmt es Ihnen zuerst, um es als „Wohltäter“ wieder auszuschütten.

Sie würden mit mir einen Abgeordneten erhalten, der den gleichen Einsatz wie in seinem Beruf als Landwirt seit der Jugend erbringt. Ihre berechtigten Interessen werden von mir ohne Parteibrille aufgenommen und vorgebracht. Meine persönliche Unabhängigkeit als Mensch bringe ich als Vorteil für uns gemeinsam ein.

Stefan Heck (CDU): Als Bundestagsabgeordneter werde ich nicht die Welt verändern. Ich bin aber davon überzeugt, dass sich an vielen Punkten etwas erreichen lässt, wenn man hart dafür arbeitet. Für folgende Ziele werde ich mich besonders einsetzen:

Ich engagiere mich für den ländlichen Raum. Wir brauchen überall in unserer Heimat schnelle Internetverbindungen. Dies ist für die Ansiedlung neuer Unternehmen von großer Bedeutung. In Berlin werde ich auch für unsere Landwirtschaft kämpfen: Ich will faire Preise für unsere regionalen Erzeugnisse.Ich engagiere mich für unsere Gesundheitsregion. Wir brauchen auch auf dem Land den Hausarzt vor Ort. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Ärzte mehr Zeit für Patienten haben, und es weniger Bürokratie gibt. Unsere gemeinsame Aufgabe ist die älter werdende Gesellschaft: Ich möchte dabei helfen, dass Senioren in vertrauter Umgebung ihren Lebensabend verbringen können.

Ich bin engagierter Christ. Dies wird sich auch bei meiner Arbeit für Marburg-Biedenkopf zeigen: In meinem Bürgervertrag habe ich unter anderem verbindlich zugesagt, regelmäßig den Rat unserer Kirchen zu suchen. Um dies umsetzen zu können, bitte ich Sie am 27. September um Ihr Vertrauen: Um Ihre Erststimme für mich und Ihre Zweitstimme für die CDU.

Matthias Knoche (Die Grünen): Ich will erreichen, dass unser Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Modellregion für Sozialen Klimaschutz wird.

1. Mieter sollen durch den massiven Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung in den Genuss preisgünstiger und klimafreundlicher Energie kommen. Mit Blockheizkraftwerken kann sauberer Strom produziert und Wärme zum halben Preis geliefert werden.

2. Mit der Marburger Solarsatzung und Solarförderung, mit Biomasseanlagen für Klärschlamm oder Abfall können wir den Anteil erneuerbarer Energien ausbauen.

3. Auch Windstrom aus Marburg wird dazu beitragen. Schon ab 2014 soll Marburger Windstrom unter den Marktpreisen der Konzerne liegen.

4. Ich will dafür arbeiten, dass die Gemeinden die Stromnetze nicht erneut an E.ON geben. Damit die Arbeitsplätze in der Region bleiben, damit die Gewinne aus dem Netzbetrieb nicht nach München, sondern in die erneuerbaren Energien fließen, damit die Entscheidung über die Strompreise bei uns fällt, müssen sich die Gemeinden zu einer Netzgesellschaft zusammenschließen.

5. Ich will sicherstellen, dass der Naturschutz wieder ins Zentrum rückt und nicht verliert.Damit ich diese Ziele im Bundestag vertreten kann, bitte ich Sie am 27. September um Ihre Zweitstimme.

Henning Köster (Die Linke): Die Menschen brauchen Arbeit, sozialen Schutz, baulich und personell gut ausgestattete Schulen und ein intelligentes, vertaktetes Bahn- und ÖPNV-System. Im Bereich Bildung, Gesundheit Altenpflege, Klimaschutz, ÖPNV, Bahn, Post sind wesentlich mehr sozialversicherungspflichtige, unbefristete Arbeitsverhältnisse zu schaffen. Ein Euro-Jobs in einen auszubauenden öffentlichen Beschäftigungssektor integrieren: als vollwertige Arbeitsverhältnisse. Faire Preise für die Erzeuger. Kein weiterer Autobahnkilometer mehr. Ausbesserungen auf das erforderliche Maß reduzieren. Stattdessen: ein gut ausgebautes, vertaktetes System von Schiene und Bus. Stillgelegte Strecken und Bahnhöfe reaktivieren, renovieren, ausbauen und mit Personal versorgen. Neue Haltstellen, dichtere und weitere Busverbindungen einrichten. Aktionsplan „0 Verkehrstote“ ins Leben rufen. MR-BI braucht ein Programm zur besseren Förderung und Integration von MigrantInnen – schulisch, sprachlich, beruflich. Kein Mensch mehr, der hier lebt und Wurzeln geschlagen hat, darf abgeschoben werden. Als MdB würde ich alle zentralen Fragen (z.B. Soziales, Krieg und Frieden, Bahn und Post) vor meiner Entscheidung vor Ort mit den Menschen in meinem Wahlkreis sorgfältig diskutieren und mich für mehr direkte Demokratie einsetzen.

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