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Was schafft Arbeitsplätze?

OP fragt - Kandidaten antworten Was schafft Arbeitsplätze?

Wodurch können in Zeiten der weltweiten Wirtschaftskrise Arbeitsplätze geschaffen werden? Fünf Kandidaten antworten auf die Frage der OP.

Sören Bartol (SPD): Die Wirtschaftkrise erfordert aktive Konjunkturpolitik, die die industrielle Basis sichert und Jobs erhält. Dabei helfen die Konjunkturpakete: 80 Milliarden Euro investiert der Bund in Wachstum und kommunale Infrastruktur und sichert Jobs bei kleinen und mittleren Unternehmen. Das verlängerte Kurzarbeitergeld federt die schlimmsten Folgen der Krise nach dem Prinzip "Qualifizieren statt entlassen" ab. Ich hoffe, dass noch mehr Arbeitnehmer/innen diese Chance nutzen können! Mittelfristig müssen wir Konsequenzen aus der Finanz- und Wirtschaftskrise ziehen. Dazu gehört neben Investitionen in zukunftsfähige Arbeitsplätze auch die Regulierung der Finanzmärkte. Denn Eigentum verpflichtet!Ich bin für eine ökologisch ausgerichtete Industriepolitik, die Leitmärkte der Zukunft erschließt. Mit der Strategie "Weg vom Öl" setzt die SPD darauf, dass Deutschland Pionier bei neuen Antrieben wie Elektromobilität wird. Die Rahmenbedingungen müssen stimmen: Innovationen entstehen nicht nur durch Forschungsförderung und Zugang zu Risikokapital, sondern vor allem durch Bildung. Wer engagierte, hoch qualifizierte Mitarbeiter/innen möchte, muss ihnen faire Arbeitsbedingungen bieten. Gute Arbeit ist Voraussetzung für hohe Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit.

Jörg Behlen (FDP): Die Folgen der Wirtschaftskrise werden auf dem Arbeitsmarkt erst mit Verspätung - nach der Bundestagswahl - sichtbar. Politik schafft keine Arbeitsplätze, oftmals bewirkt sie das Gegenteil. Arbeitsplätze schaffen ausschließlich motivierte, qualifizierte Mitarbeiter und risikobereite sowie innovative Unternehmer. Die Entwicklungen seit dem Zusammenbruch der sozialistischen Länder zeigen, dass wir mitten in Europa und weltweit einem schärferen Wettbewerb um Preise und Arbeitsplätze ausgesetzt sind. Nur eine Politik, die sich mit Augenmaß um international wettbewerbsfähige Steuern und Abgaben sowohl für die Arbeitnehmer als auch Unternehmer einsetzt, wird eine Verbesserung der Arbeitsmarktsituation unterstützen können. Deutschland leistet sich weltweit das komplizierteste Steuerrecht. Mit knapp 100 000 Verwaltungsvorschriften ist Deutschland "Weltmeister der Steuerregelungen". Das durchschaut niemand mehr und führt bei den Menschen zur Ablehnung, zu einem Gefühl der Benachteiligung. Deswegen fordert die FDP eine Vereinfachung unseres Steuerrechts zugunsten von Fairness und Durchschaubarkeit. Als Kandidat der FDP in unserem Landkreis Marburg-Biedenkopf bitte ich Sie daher, am 27. September mit Ihrer Erst- und Zweitstimme FDP zu wählen.

Stefan Heck (CDU): Arbeitsplätze werden von Unternehmerinnen und Unternehmern geschaffen, von Menschen, die Ideen haben und bereit sind, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Der Staat darf sie dabei nicht gängeln, sondern muss sie nach Kräften unterstützen: Dies gilt für den Bauern, den einzelnen Handwerker, aber insbesondere auch für den mittelständischen Betrieb und Familienunternehmen.Unsere Heimat lebt von wirtschaftlicher Vielfalt: Die Landwirtschaft, die Gesundheitsbranche und die Zuliefererindustrie prägen unseren Landkreis in besonderem Maße. Um hier neue Arbeitsplätze zu schaffen, muss die Politik vor allem die Infrastruktur weiter verbessern: Die Blockade der SPD beim Weiterbau der A49 muss endlich aufhören! Auch das Hinterland braucht eine zukunftsfähige Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz. Elementar für die Entwicklung unserer Heimat ist eine flächendeckende Versorgung mit DSL: Ich will deshalb dafür sorgen, dass in unserem Landkreis überall schnelle Internetverbindungen verfügbar sind.Arbeit muss sich auch lohnen: Ich will, dass Politik sich stärker um diejenigen kümmert, die jeden Morgen früh aufstehen und hart arbeiten, um ihre Familien zu ernähren. Hier muss wieder mehr Netto vom Brutto übrigbleiben!

Matthias Knoche (Die Grünen): Die Welt muss sich nicht mehr zwischen der Vermeidung des Klimawandels und der Förderung von Wachstum entscheiden. Die ökologische Modernisierung unserer Wirtschaft und der Ausbau von Schulen und Universitäten sind für uns GRÜNE der Schlüssel für die Zukunft unseres Landes. In den nächsten 4 Jahren wollen wir GRÜNE eine Million neue Arbeitsplätze in den Bereichen Umwelt, Bildung und Soziales schaffen.
Beispiel Umweltbranche: Bereits heute arbeiten in den umweltnahen Dienstleistungen, der ökologischen Landwirtschaft und im Ausbau der Erneuerbaren Energien 1,8 Mio. Menschen. Das sind schon heute mehr Arbeitsplätze als im Maschinenbau und der Autoindustrie samt Zulieferern zusammen(1,7 Mio.). In der Atomindustrie arbeiten übrigens nur 38 000 Menschen. In den kommenden 4 Jahren können allein in der Produktion von Umwelttechnologien rund 400 000 neue Jobs entstehen. Von der Politik der GRÜNEN profitieren auch klassische Industrien wie der Automobilbau (3-Liter-Autos, Elektromobilität), Chemie (Dämmstoffe), Stahl (Windräder), Maschinenbau, Handwerk und Bauwirtschaft. Es sind übrigens genau diese Umwelttechnologien, die in unserem Landkreis produziert und verarbeitet werden und die uns Arbeitsplätze und Steuereinnahmen bringen.

Henning Köster (Die Linke): Das Bewusstsein, dass das Recht auf Arbeit ein Menschenrecht ist. Die Stärkung der Massenkaufkraft: höhere Löhne und Renten, Mindestlohn 10, Hartz IV rauf auf 500 Euro Daraus fließt fast jeder Cent in den Konsum und schafft Arbeitsplätze. Bildung schafft Arbeit. Auch deshalb: 7 Prozent des BIP für gebührenfreie öffentliche Bildung für alle von der Krippe bis zur Uni, individuelle Förderung, besser qualifizierte und bezahlte Erzieherinnen, mehr Lehrpersonal, angemessen ausgestattete Unis. Migrantenkinder könnten höhere Abschlüsse erreichen. Die Linke fordert 100 Mrd. Investitionen zusätzlich pro Jahr in Bildung, Gesundheit, Klimaschutz, Altenpflege, Kinderbetreuung, bei Bahn und ÖPNV. Stop des Personalabbaus bei Bahn und Post. Verbot von Entlassungen bei profitablen Betrieben, Rente mit 63. Zukunftsfonds von 100 Mrd. für den ökologischen Umbau des Verkehrs und der Energiewirtschaft und die sozialökologische Entwicklung von Arbeitsplätzen, davon 1 Mill. im öffentlichen Dienst und 500 000 in einem öffentlich geförderten, gemeinnützigen Beschäftigungssektor. Und? Arbeitsämter, Vereine wie Arbeit und Bildung, die qualifizieren und Überzeugungsarbeit bei Betrieben leisten, Kommunen, die ihre Azubis übernehmen, Ausbildungslotsen, kleine Handwerksbetriebe, die regelmäßig ausbilden

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