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Manuel Mann tritt als NPD-Direktkandidat an

Kandidat Manuel Mann tritt als NPD-Direktkandidat an

Der Marburger Manuel Mann tritt zur Bundestagswahl am 27. September an.

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Der Marburger Manuel Mann tritt im Landkreis als Direktkandidat der NPD an.

Marburg. Manuel Mann kandidiert als parteiloser Bewerber für die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD). Als Beruf gibt der 30-Jährige, der seit 2004 arbeitslos ist, Drucker an. Er verweist auf sein mehr als zehnjähriges Engagement, unter anderem in „nationalpolitischen Jugendgruppen“. „Durch die Arbeitslosigkeit hat man natürlich Zeit gehabt, um Aktivitäten zu machen“, sagt Mann.

Seine Motivation seien „die herrschenden Zustände“ gewesen, „das, was hier läuft in dem System“. Im Landkreis kennen die Menschen ihn vor allem als Organisator von Neonazi-Demonstrationen. Mehrere davon fanden 2004 in Gladenbach statt, wo Mann aufgewachsen ist. Die dortige Bevölkerung lehnte sich mit eigenen Aktionen erfolgreich gegen die Demos auf. Das Gladenbacher Bürgerbündnis erhielt dafür sogar einen Preis. Seither trat der Marburger kaum mehr öffentlich in Erscheinung, bis zu seiner Kandidatur für die NPD, in der er nach eigenem Bekunden seine „politische Heimat“ fand. Zudem gehöre er einer freien Kameradschaft im heimischen Raum an, die aber eher ein loser Zusammenschluss sei. „Es gibt keine festen Treffen oder irgendwas.“

Mann richtet seine Wahlwerbung vor allem an die Jungwähler, „weil da das größte Potenzial ist, sieht man ja durch die Erfolge in Sachsen“. Bei Jugendlichen könne er punkten, weil er ihre Probleme verstehe: „Kriminalitätsprobleme, Geldsorgen, Arbeitsplätze“, nennt er als Beispiele. Im Landkreis könne die NPD allerdings wenig für Jugendliche tun, „weil wir nicht die Machtverhältnisse haben, um das umzusetzen“.

Manuel Mann glaubt, dass „Ausländer zu viele Rechte ohne Pflichten haben“ und will, dass „das Recht auf Asyl nicht mehr durchgeklagt werden kann“. Diese Forderung begründet er mit: „Das geht einfach nicht.“ Aus Manns Sicht sollten Ausländer keinen Anspruch auf Sozialhilfe oder sonstigen Leistungsbezug haben, „ohne irgendwelche Einzahlungen gemacht zu haben“.

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