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Verteidigungsminister untertützt Heck

CDU-Wahlkampf Verteidigungsminister untertützt Heck

Unterstützt von einem prominenten Gast läutete die heimische CDU am Montagabend in Erfurtshausen die heiße Wahlkampfphase ein. Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung war in der Reihe "Politik und Wein" zu Gast bei Stefan Heck.

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Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung (links) stößt mit Stefan Heck an.

Quelle: Carina Becker

Erfurtshausen . Es hat schon fast Volksfest-Charakter. Die Erfurtshäuser Musikanten begrüßen Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung mit zünftiger Blasmusik. Das Hessentagspaar Mona Lorena Monzien und Fabian Gies aus Stadtallendorf präsentiert sich in seiner Marburger katholischen Tracht. Ein wenig ist es Stefan Hecks Sentimentalität geschuldet, dass die CDU zu einer ihrer größten Veranstaltungen mitten in der ganz heißen Phase des Bundestagswahlkampfs ausgerechnet nach Erfurtshausen einlädt. "Ich habe hier in meiner Kindheit viele schöne Stunden verbracht", sagt der CDU-Direktkandidat über das Gasthaus Schick, das seiner Verwandtschaft gehört. Somit ist Hecks zehnte Veranstaltung in der der Reihe "Politik und Wein" für den Mardorfer fast schon ein Heimspiel - und zwar ein erfolgreiches. Schicks großer Saal ist voll besetzt. An die 150 Besucher verfolgen den Austausch zwischen dem Bundesverteidigungsminister und dem CDU-Wahlkreisbewerber.
Zwischendurch unterhält Weinfachmann Pietro D’Alto aus Marburg, der als bester deutscher Sommelier ausgezeichnet wurde, mit Erläuterungen zu Wein aus dem Rheingau. Dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Wein, sondern um Riesling aus dem Hause Jakob Jung - von dem Gut, das der Vater von Franz-Josef Jung aufbaute und das sich noch heute in Familienbesitz befindet. Schwerpunktmäßig geht es aber um Politik - und passend zu den dramatischen Ereignissen der jüngeren Vergangenheit um den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr. Der Minister wirbt für die Mission der deutschen Soldaten. "Wir haben Afghanistan, wo keinerlei Menschenrechte geachtet wurden, von der Terrorherrschaft der Taliban befreit", sagt er und nennt Beispiele für den Fortschritt in dem islamisch geprägten Land: "Fast sieben Millionen Kinder gehen dort nun zur Schule, an den Unis sind 30 Prozent der Studenten Frauen, 85 Prozent der Bevölkerung werden medizinisch versorgt, die Einkommen verdoppeln sich und acht Millionen Menschen nutzen das Handy." Das Ziel des deutschen Einsatzes sei klar: Afghanistan solle einst selbst in der Lage sein, für seine Sicherheit zu sorgen. Bis dahin müsse die Bundeswehr "schützen, helfen, vermitteln und leider auch kämpfen", erklärt Jung, "denn wenn Afghanistan wieder in die Hände der Taliban fällt und zum Ausbildungslager für Terroristen wird, dann ist das eine erhebliche Bedrohung für uns."
Jung verteidigt in Erfurtshausen die auf deutschen Befehl erfolgte Bombardierung von zwei entführten Tanklastzügen. "Wenn die Taliban die Chance gehabt hätten, die Lastwagen zur Detonation zu bringen, was wäre dann passiert?", fragt er und betont: "Der Schutz der deutschen Soldaten ist mir vorrangig vor dem Schutz der Taliban." So sieht es auch Stefan Heck, der in Stadtallendorf und Neustadt seinen Wehrdienst geleistet hat: "Nach menschlichem Ermessen hätte man nicht anders handeln können."
von Carina Becker

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