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Für die CDU: Stefan Heck

Kandidaten Für die CDU: Stefan Heck

Der 27-jährige Jurist Stefan Heck aus Mardorf will zum ersten Mal seit 19 Jahren das Direktmandat für die CDU im heimischen Wahlkreis holen. Prominenten Wahlkampfbesuch erhält Stefan Heck am 5. September von Bundesverteidigungsminister Franz-Josef Jung in Amöneburg.

Hier stellt sich Heck im Video vor.

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Stefan Heck in seiner Heimat - mit Amöneburg im Hintergrund.

Quelle: Rainer Waldinger

Mardorf rühmt sich damit, schon zwei Bischöfe hervorgebracht zu haben. Vielleicht beherbergt der Amöneburger Stadtteil ab dem 27. September auch noch einen Bundestagsabgeordneten.
Stefan Heck aus Mardorf kandidiert als CDU-Wahlkreis-Kandidat für den Bundestag. Um nach Berlin zu kommen muss der wissenschaftliche Mitarbeiter der Philipps-Universität der SPD den Wahlkreis abnehmen. Den gewannen die Sozialdemokraten zuletzt dreimal in Folge durch Brigitte Lange und Sören Bartol. Ein Ziel, das der seit der vergangenen Woche 27-Jährige mit großem Einsatz verfolgt. Dabei ist die Berufspolitik ursprünglich nicht sein Lebensentwurf Nummer eins.

"Ich wollte immer Richter werden", sagt Stefan Heck, der in Marburg und Krakau so zügig und erfolgreich auf dieses Ziel hinstudierte, dass er nach dem ersten Staatsexamen eine Doktorandenstelle bekam. Neben dem Studium engagierte er sich im Amöneburger Stadtparlament, dessen CDU-Fraktion er schon als 22-Jähriger führte, und als Wahlkreismitarbeiter von Dr. Christean Wagner, dem heutigen CDU-Fraktionsvorsitzenden im Hessischen Landtag.

Die Partei wurde aufmerksam auf das politische Talent, das als Gegenentwurf zum weit verbreiteten Politiker-Typus des über alle Selbstzweifel erhabenen Welterklärers gelten darf. Wer Stefan Heck begegnet, ist schnell eingenommen von seinem freundlichen Wesen, wer ihn länger kennt, schätzt seine Art der Auseinandersetzung. Er nimmt sich in Gesprächen zurück, hört geduldig zu, meidet vorschnelle Urteile und argumentiert sorgfältig. Das kam bei seinen Parteifreunden an, die ihn zur Kandidatur aufforderten und zum Kandidaten wählten. Warum er den ersten Schritt in Richtung Berufspolitik gemacht hat? Der Kandidat verweist auf seine schon acht Jahre währende Erfahrung als Wahlkreismitarbeiter. Dabei habe er erlebt, dass Abgeordnete nicht nur "ein bisschen am großen Rad der Politik drehen dürfen", sondern auch ganz konkrete Projekte für die Menschen in ihrer Region anschieben können. Heck erinnert in diesem Zusammenhang an den Wiederaufbau des "Nautilust" in Gladenbach, den Umbau der Bad Endbacher Therme und an Straßenbauprojekte. "Ich möchte eine neue politische Kultur ausprobieren, bei der Bürgernähe und der ständige Austausch zwischen den Menschen und der Politik absoluten Vorrang haben sollen", sagt Heck. Um diesen Ziel gerecht zu werden, verpflichtet er sich in einem "Bürgervertrag" auf seiner Homepage u. a. zur völligen Transparenz seiner Abgeordneten-Tätigkeit, zur ständigen Erreichbarkeit für alle Bürger und zum regelmäßigen Dialog mit allen gesellschaftlich relevanten Gruppierungen im Landkreis.

Nach eigenen Worten möchte Heck mit seiner Einladung zum ständigen Dialog das nach seiner Wahrnehmung besonders durch die Wortbruch-Affäre um Andrea Ypsilanti verloren gegangene Vertrauen der Bürger in die Politik ein Stück wieder gewinnen. Dieser Idee diene auch sein Wahlkampfkonzept. Nach seiner Überzeugung hat der althergebrachte "Wahlkampf-Monolog in einem Kneipenhinterzimmer vor kaum zwei Dutzend Parteigängern" keine Zukunft mehr. Stattdessen erdachte das Hecksche Wahlkampf-Team eine Gesprächsreihe "Politik und Wein", in deren Zentrum der Dialog mit den Gästen steht. "Wir hatten bisher bis zu 100 Besucher. Darunter viele, die man vorher noch nie bei einer CDU-Veranstaltung gesehen hat", sieht sich der Christdemokrat durch die Resonanz bestätigt.
Was möchte der Kandidat als Bundestagsabgeordneter bewegen? Stefan Heck nennt im Wesentlichen drei Ziele, "die alle mit der Lebenswirklichkeit der Menschen hier im Landkreis zu tun haben". Er tritt ein für die Verbesserung der Infrastruktur im Landkreis durch den Weiterbau der Autobahn 49 von Bischhausen über Schwalmstadt und Stadtallendorf bis zur A 5 bei Gemünden sowie für den Bau der Nordvariante der A 4.
Er möchte die Grundlagen dafür schaffen, dass pflegebedürftige Menschen ihren Lebensabend in ihrer vertrauten Umgebung verbringen können. Dazu gehören für ihn das Knüpfen sozialer Netze und bürgerschaftliches Engagement, wie es sich gerade in seinem Heimatort für dieses Ziel entwickele.
Schließlich möchte er dafür sorgen, dass der ganze Landkreis schnelle Internet-Verbindungen bekommt. "Das ist nicht nur für die Wirtschaft ein wichtiger Standortfaktor, dass trifft auch zahllose Bürger. Es gibt wohl kaum noch eine Familie, die heute in einen Ort ohne DSL-Anschluss ziehen würde", stellt Heck fest. Der Kandidat sieht sich mit seinen Zielen nicht in der Glaubwürdigkeitsfalle: "Die großen politischen Linien kann ein Abgeordneter nur begrenzt mitbestimmen. Aber diese drei Punkte habe ich selbst in der Hand. Da kann ich etwas bewegen - mit Nachdruck und Ausdauer." Und Ausdauer hat er. Stefan Heck ist Langstreckenläufer.

von Matthias Mayer

Im Internet ist Heck unter www.stefan-heck.net präsent. Bei www.twitter.com ist Heck unter Heck2009 zu finden.

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