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Sören Bartol (SPD) Sören Bartol baut ganz auf seine Kontakte
Mehr OP extra Bundestagswahl 2009 Sören Bartol (SPD) Sören Bartol baut ganz auf seine Kontakte
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23:45 27.09.2009
Geschafft – zum dritten Mal in Folge holt er das Direktmandat für den Wahlkreis: Sören Bartol schaut, umringt von Parteifreunden, jubelnd auf sein Wahlergebnis. Quelle: Nadine Weigel
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Marburg. Sören Bartol ist sich sicher: „Ich werde auch aus der Opposition heraus die Chance haben durch meine Kontakte zu den anderen Parteien für diesen Wahlkreis etwas zu bewirken.“ Als einziger Bundestagsabgeordneter aus Marburg-Biedekopf steht der 35-jährige Marburger in Berlin für die Menschen aus dem Wahlkreis in der neuen Legislaturperiode in der Pflicht.

„Ich glaube, dass die Probleme so liegen, dass es hinsichtlich der Lösungsansätze viele Gemeinsamkeiten gibt zwischen SPD und CDU, beispielsweise was Infrastrukturprojekte angeht“, sagt Bartol, der sich am gestrigen Abend gegen CDU-Konkurrent Stefan Heck (27) aus Mardorf und vier weitere Direktkandidaten durchsetzte. „Am Ende des Tages ist es nicht so wichtig, ob man in der Opposition oder in der Regierung sitzt“, betont Bartol und sichert zu, „die Kontakte, die ich habe, werde ich nutzen.“

Als Bartol am Sonntagabend auf der OP-Wahlparty im Kreishaus ankam, wurde er von Unterstützern dort schon sehnlich erwartet. „Es war spannend bis zum Schluss, vorher konnte ich nicht kommen“, erklärte der Abgeordnete, der die Auszählung der Erststimmen aus dem Landkreis gemeinsam mit Parteifreunden auf der SPD-Wahlparty in der Kneipe „Unix“ in Marburg abwartete.

„Das ist das Unschöne heute Abend: Die SPD hat auf Bundesebene ihr schlechtestes Ergebnis überhaut eingefahren“, sagte Bartol, „das hat uns sehr traurig gemacht.“ Das sei auch der Grund dafür, dass er seinen Wahlkreis nicht deutlicher gegen den Trend habe gewinnen können. „Aber dass ich am Ende mit meinen Erststimmen-Ergebnis dann doch so weit vor unserem Zweitstimmen-Ergebnis liege, das zeigt schon, dass wir diesen Wahlkreis souverän gewonnen haben“, erklärte der Sozialdemokrat hinsichtlich des SPD-Bundesergebnisses und des Zweitstimmen-Ergebnisses in seinem Wahlkreis, das bei 28,7 Prozent lag.

47,5 Prozent der Stimmen holte Bartol vor vier Jahren, diesmal 38,9 Prozent – ein deutlicher Rückgang. Gleichwohl lag er mit einem Abstand von 4 399 Stimmen vor Heck.

von Carina Becker

Mehr lesen Sie am Montag in der gedruckten OP.

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